Vor Mathe-Zentralmatura herrscht große Spannung

Vorarlberg / 10.05.2015 • 20:16 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Heute müssen sich AHS-Kandidaten dem schwierigsten Fach stellen.

Wien/Bregenz. (VN-hk) Noch im vergangenen Jahr gab es während der laufenden Zentralmatura vom Bundesinstitut für Bildungsforschung, Innovation & Entwicklung (BIFIE) Informationen über den Verlauf der Klausurarbeiten. Heuer ist das ganz anders. „Wir dürfen überhaupt nichts mitteilen und mussten das mit einer Unterschrift bekräftigen“, brachten die VN auf Anfrage bei einem dort für Fragen von Lehrern und Eltern zuständigen Experten in Erfahrung.

Im Bildungsministerium herrscht hochgradige Nervosität wegen möglicher Pannen bei jenem bildungspolitischen Unternehmen, das wie kaum ein anderes in die Kritik geraten ist. Hochgradige Nervosität dürfte bei den Schülern vor allem heute herrschen. Denn heute ist Mathematik-Zentralmatura, jenes Fach, bei dem ein Probelauf im vergangenen Dezember ordentlich in die Hose ging. 30 Prozent aller Achtklässler in Österreich schrieben damals einen Fünfer, in Vorarlberg waren es sogar 40 Prozent.

Entscheidender Teil eins

Mathematik-Fachgruppenleiter Eduard Engler (63) sieht die Situation vor dem heutigen Prüfungstag jedoch gelassen. „Es hat sich seit dieser Probeschularbeit viel getan. Schüler und Lehrer haben sich die damaligen Erfahrungen zunutze gemacht und sich sehr gewissenhaft auf die heutige Klausur vorbereitet“, berichtet der erfahrene Mathematik-Lehrer. Entscheidend für „Sein oder Nichtsein“ in der Mathe-Matura ist vor allem Teil eins. In diesem geht es in insgesamt 24 Aufgaben um ein „allgemeines mathematisches Verständnis“, wie sich Engler ausdrückt. „Wer dort in ausreichendem Ausmaß positiv bleibt, ist durch“, erklärt der Mathematiker.

Für Teil eins haben die Schüler 120 Minuten Zeit. Teil zwei beinhaltet Aufgaben mit komplexeren Inhalten. „Aber auch dort finden sich vier Fragen, die zur ersten Kategorie gezählt werden. Ich bin zuversichtlich, dass es ein zufriedenstellendes Gesamtergebnis gibt“, glaubt Eduard Engler.