Zum Gedenken

Vorarlberg / 10.05.2015 • 20:43 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Berta Kühne

Bezau. Der Tod kam als Erlöser zu Berta Kühne, die nach jahrelanger schwerer Krankheit verstorben ist. Berta wurde am 16. Juli 1924 in Lingenau in die Familie des Landwirtes Anton und der Klara Sohm geb. Nußbaumer geboren. In ihrer Jugendzeit besuchte sie die Hebammenschule in Innsbruck. Anschließend war sie etwa zehn Jahre in Andelsbuch als beliebte Hebamme tätig. 1950 heiratete sie in Einsiedeln den aus Bezau stammenden Anton Kühne. Nach der Heirat zog sie mit ihrem Gatten nach St. Margrethen. Hier verdiente Berta als Verkäuferin in einer Metzgerei ihr Geld. Später war sie zusätzlich als Sekretärin bei ihrem Mann tätig, der Holz handelte. 1989 zog Berta mit ihrem Gemahl nach Bezau. Sie bezogen in der Parzelle Kriechere das Haus, das sie früher erworben und großzügig ausgebaut hatten. In Bezau wurde Anton Kühne Schafzüchter und Berta unterstützte ihn tatkräftig. Besonders am Herz lagen Berta die frisch geborenen Schäfchen, die sie oft mühevoll mit dem Milchbuddele aufzog. In ihrer Pension kümmerte sie sich auch um ihre Nichten in Egg, deren Mutter verstorben war und besuchte diese regelmäßig. Sie strickte gerne und fand mit ihren Handarbeiten in der Verwandtschaft reichlich Absatz. Berta war eine bescheidene und hilfsbereite Frau und fand bei Begegnungen immer einige freundliche Worte. Als sie krank und bettlägerig wurde, kümmerte sich Gatte Anton liebevoll um sie. Mit Hilfe des Krankenpflegevereins und den Helferinnen vom MOHI wurde sie zu Hause gepflegt und konnte bis zu ihrem Tod in ihrer gewohnten Umgebung bleiben. Pfarrer Armin Fleisch feierte einen würdigen Auferstehungsgottesdienst und hielt in seiner Predigt einen beeindruckenden Nachruf. Der Schöpfer möge ihr den ewigen Frieden schenken.