Leinenpflicht in den Rüttenen?

Leserbriefe / 11.05.2015 • 19:25 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Wir, das ist eine Gruppe von ca. zehn Hundehaltern, gehen immer wieder zu zweit oder dritt in den Rüttenen spazieren. Wir entsorgen den Hundekot vorschriftsmäßig, nehmen Rücksicht auf Jogger und achten auch darauf, dass unsere Vierbeiner nicht im Wald umherstreifen bzw. wir unterbinden derartige Versuche. Im letzten Jahr wurden etliche Rehe von wildernden Hunden gerissen. Die Jägerschaft ist zurecht aufgebracht, droht mit Leinenpflicht, und wir, das heißt unsere Hunde, sind unter Generalverdacht geraten, diese Wilderei begangen zu haben.

Nur: Die getöteten Tiere wurden jeweils am frühen Morgen gefunden, das bedeutet, dass die Rehe während der Nacht oder in der Morgendämmerung gerissen wurden. Wir sind mit unseren Hunden aber erst ab 8.30 Uhr unterwegs und kommen daher als Täter nicht in Frage. Die angedrohte Leinenpflicht ist also nicht sinnvoll, da sie die Falschen trifft.

Anstatt unter­tags Mensch und Tier mit versteckter Kamera zu fotografieren, wäre es effektiver, sich während der Nacht auf die Lauer zu legen, um die wahren Täter zu entlarven. Dass die Jägerschaft unsere artgerechte Hundehaltung
(z. B. Freilauf) nicht inte­ressiert, ist verständlich, das sollte aber kein Grund für eine gegen uns gerichtete unfaire Aktion sein.

Trude Michler,

Rhetikusstraße 4,
Feldkirch-Tosters