Peps Spielplan: Kontrolliert zum Bayern-Wunder

Sport / 11.05.2015 • 20:01 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Warm anziehen heißt es für Bayern-Coach Pep Guardiola und sein Team gegen Barcelona. Foto: reuters
Warm anziehen heißt es für Bayern-Coach Pep Guardiola und sein Team gegen Barcelona. Foto: reuters

Mit Herz und Köpfchen ins Champions-League-Rückspiel gegen Barcelona.

münchen. Ein wilder Sturmlauf ist für Pep Guardiola keine Strategie bei der „Mission Impossible“ gegen Barcelonas Angriffsmaschine um Lionel Messi. „Herz ja, aber auch mit Kopf!“, lautet die klare Marschroute des Bayern-Trainers für das Champions-League-Halbfinale gegen den FC Barcelona. Nach dem verheerenden 0:3 der Münchner im Hinspiel beginnt die Aufholjagd in der Heimfestung Allianz Arena nicht vorne bei Robert Lewandowski und Thomas Müller, sondern mit defensiver Stabilität dahinter bis hin zu Torwart Manuel Neuer.

„Wir müssen gut verteidigen, das ist das Erste“, erklärte Guardiola. Abwehr ist für den Spanier der beste Angriff. Und nicht die „deutsche Mentalität, nach vorne laufen, nach vorne laufen, viele Tore schießen“, so der Spanier. Um dann beim kopflosen Anrennen wie schon in Barcelona erneut von Messi oder Neymar ausgekontert zu werden. „Wenn du einen Fehler machst, bestrafen sie das“, warnte Guardiola. 28:1 Tore hat der FC Barcelona in seinen letzten acht Pflichtspielen erzielt, die er allesamt gewonnen hat. „Ich werde versuchen, es über die Spielkontrolle aufzuholen“, sagte Guardiola zur Strategie. Wenigstens ein niederschmetterndes K.o. wie bei der völlig missglückten Aufholjagd beim 0:4 gegen Real Madrid im Halbfinal-Rückspiel 2014 soll sich so nicht wiederholen.

Mit Verstand spielen

Insgeheim hoffen die Bayern nach fünf Siegen und 19:1 Toren in den bisherigen Heimspielen der Königsklassensaison auf einen weiteren historischen Abend. „Wir können nicht davon ausgehen, dass es läuft wie gegen Porto. Aber wir brauchen’s“, erinnerte Thomas Müller an das 6:1 im Viertelfinale. Da musste aber „nur“ ein 1:3 aufgeholt werden – und das gegen einen Gegner, der keine Weltstars wie Messi im Team hat. Guardiolas Plan, vor allem mit Verstand zu spielen, soll dafür sorgen, dass Kapitän Philipp Lahm & Co. beim programmierten Verpassen des Endspiels in Berlin zumindest erhobenen Hauptes die ausverkaufte Arena verlassen können.

Nach den erneuten Gerüchten um das große Interesse von Manchester City hat sich Pep Guardiola klar zum FC Bayern bekannt. „Oh, Jungs. Ich habe es 200 Millionen Mal gesagt an der Säbener Straße. Ich habe noch ein Jahr mehr Vertrag. Ich werde nächste Saison hierbleiben. Das ist alles“, sagte der Trainer des Rekordmeisters in München. Bis zum 30. Juni 2016 läuft der Kontrakt des Spaniers, der seit 2013 beim FC Bayern arbeitet. Die Münchner Klub-Bosse bekundeten mehrfach Interesse an einer Vertragsverlängerung.