Streit um das richtige Brennholz

Vorarlberg / 11.05.2015 • 21:31 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Trockenes, unbehandeltes Holz darf bedenkenlos in den Ofen.
Trockenes, unbehandeltes Holz darf bedenkenlos in den Ofen.

Verheizt der Nachbar behandeltes Holz, geht man am besten zum Kaminkehrer.

Lustenau. Einen Fall von Luftverschmutzung witterte ein Lustenauer Nutzer des Bürgerforums, als er kürzlich seine Nachbarin dabei beobachtete, wie sie „Möbel aus Spanplatten mit Folien- und/oder Resopalbeschichtung zersägte“. Nach eigener Aussage wollte die Frau das Holz verheizen. Der Hinweis des Melders, man dürfe behandeltes Holz gar nicht zum Heizen verwenden, brachte sie nicht davon ab. Doch tut die Nachbarin wirklich etwas Verkehrtes, wenn sie alte Möbel einfach in den Ofen wirft? Arthur Sottopietra von der Abteilung Luftreinhaltung des Umweltinstituts Vorarlberg hat dazu einen klaren Hinweis: „Es darf nur trockenes, unbehandeltes Holz verheizt werden, so steht es im Gesetz“, klärt er auf VN-Nachfrage auf. Verantwortliche Behörde, um das zu überwachen, sei die Gemeinde.

Sollte man also gleich die Behörden einschalten, wenn man den Nachbarn in Verdacht hat, behandeltes Holz zu verheizen? „Am besten erst einmal dem Kaminkehrer Bescheid geben“, rät der Experte. Der kann auch hernach noch feststellen, ob behandeltes Holz im Ofen verbrannt wurde und den vermeintlichen „Übeltäter“ dann beraten, was man verfeuern darf und was nicht.