Trotz 3:2-Sieg ist noch nichts fix

Sport / 11.05.2015 • 23:05 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Thomas Hundertpfund, Thomas Raffl und Manuel Latusa setzen Deutschland unter Druck. Österreichs Eishockey-Nationalteam dominierte über weite Strecken das WM-Duell gegen den Nachbarn. Foto: Reuters
Thomas Hundertpfund, Thomas Raffl und Manuel Latusa setzen Deutschland unter Druck. Österreichs Eishockey-Nationalteam dominierte über weite Strecken das WM-Duell gegen den Nachbarn. Foto: Reuters

Österreich gewann gegen Deutschland erst im Penaltyschießen – heute gegen Kanada.

Prag. Österreichs Nationalmannschaft machte bei der Eishockey-WM in Prag mit dem zweiten Sieg einen Schritt in Richtung Klassenerhalt. Die Auswahl besiegte Deutschland mit 3:2 nach Penaltys und überholte mit nun fünf Punkten Lettland (4) und Frankreich (3).

Komareks Penalty entschied

Die Tore der Österreicher in regulärer Spielzeit erzielten Thomas Raffl (35.) und Rafael Rotter (55.), für die Deutschen trafen Michael Wolf (45.) und Patrick Reimer (58.). Im Penaltyschießen waren für die ÖEHV-Equipe Dominique Heinrich und Konstantin Komarek erfolgreich.

Frankreich verlor gegen WM-Mitfavorit Schweden 2:4. Die Franzosen und Lettland, Konkurrenten im Abstiegskampf, treffen heute (16.15 Uhr) aufeinander, könnten das Team von Dan Ratushny noch in die 1. Division schicken. Österreich bekommt es zum Abschluss (12.15 Uhr) mit Kanada zu tun.

Kapitän Thomas Raffl brachte Österreich mit einem satten Schuss in Führung (35.), Michael Wolf gelang der Ausgleich (45.). Rafael Rotter sorgte in der 55. Minute für das 2:1, der Capitals-Stürmer fälschte einen Mühlstein-Schuss ab. Doch Patrick Hagers Schlenzer ins Kreuzeck (58.) brachte die Verlängerun.

Geschätzte 3000 stimmgewaltige rot-weiß-rote Fans unter den 11.300 Zuschauern sorgten in der O2 Arena für Heimspielatmosphäre für die Österreicher. Die spielerische Überlegenheit konnte aber wieder nicht in Tore umgesetzt werden. Michael Raffl im Powerplay (7.) und Konstantin Komarek (14.) vergaben Riesenchancen für eine österreichische Führung. Das Mitteldrittel begann wieder mit österreichischen Chancen durch Manuel Latusa (21.) und Komarek (22.). Doch beiden Seiten war der Druck anzumerken, nicht den ersten entscheidenden Fehler zu machen. Österreichs jüngstes Team bei einer A-WM seit elf Jahren hielt dem Druck stand und bekam die Partie immer besser in den Griff.

Tor von Lebler aberkannt

In der turbulenten Schlussphase wurde ein Lebler-Tor 12,9 Sekunden vor Schluss wegen Torraumabseits aberkannt. Dominique Heinrich und Konstantin Komarek verwandelten im Penaltyschießen ihre Versuche. Das reichte, da Goalie Bernhard Starkbaum zwei Versuche der Deutschen parierte.