Trotz Gefechten steht der Jemen vor Waffenruhe

Politik / 11.05.2015 • 22:53 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

riad. (VN) Die saudi-arabisch geführte Koalition flog auch am Montag Luftangriffe gegen die Huthi-Rebellen im Jemen. Dennoch soll heute, Dienstag, eine Waffenruhe beginnen, um die notleidende Bevölkerung im ärmsten Land der arabischen Welt mit Lebensmitteln, Arzneien und Treibstoff zu versorgen.

Im Konflikt im Jemen sind seit Februar laut UNO 1400 Menschen getötet worden. Human Rights Watch kritisierte am Montag, durch die Luftangriffe der Koalition und ihre Blockade zu Land, See und Luft mangle es der Zivilbevölkerung an Essen, Medizin und Brennstoffen. Spitäler benötigten Treibstoff für Notstromaggregate, um Verwundete behandeln zu können. Ohne die Generatoren könne auch kein Trinkwasser gepumpt werden.

Neue Dimension des Konfliks

Unterdessen droht eine Ausweitung des Konflikts: Die sunnitische Terrormiliz Islamischer Staat (IS) veröffentlichte ein Video, das mindestens elf gefangene jemenitische Soldaten zeigen soll. Im Jemen ist bereits das Terrornetzwerk Al-Kaida aktiv. Das Auftauchen des IS würde die religiöse Dimension des Konflikts vertiefen, da die Miliz Andersgläubige als Ketzer betrachtet, für Gefangene oft ein Todesurteil.