Zwei tote Babys nach Routine-Impfungen

Welt / 11.05.2015 • 22:53 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Mexiko-Stadt. Zwei Babys sind nach Routine-Impfungen im Süden Mexikos gestorben. 29 weitere seien erkrankt, sechs davon befänden sich in einem besorgniserregenden Zustand, teilte das mexikanische Institut für soziale Sicherheit am Sonntag mit. Die Säuglinge hatten zuvor Standard-Impfungen gegen Tuberkulose, Rotaviren und Hepatitis B bekommen. Diese werden Babys in Mexiko in der Regel im Alter zwischen null und sechs Monaten verabreicht. Der Grund für die Nebenwirkungen bei den Impfungen sei nicht bekannt, teilte das Institut weiter mit. Impfstoffe für Kleinkinder seien am Samstag als Vorsichtsmaßnahme landesweit aus dem Verkehr gezogen worden. Marcelo Perez, ein katholischer Priester in der Region, sagte der Nachrichtenagentur AP, die Familien hätten davon berichtet, dass die Babys innerhalb weniger Stunden nach den Impfungen krank geworden seien. Die Nebenwirkungen seien am Freitag aufgetreten, woraufhin die Säuglinge in ein Krankenhaus in Simojovel im Bundesstaat Chiapas gekommen seien.

Perez schlug aufgrund der Armut in dem Gebiet Alarm. Das Krankenhaus „hat kein adäquates Personal oder Ausrüstung“, sagte der Geistliche. „Das wirkliche Problem sind die schrecklichen Bedingungen, die wir haben. Wenn ein Baby mit Krämpfen eingewiesen wird, dann stirbt es.“