Austria feiert mit Mattersburg

Sport / 12.05.2015 • 22:14 Uhr / 5 Minuten Lesezeit
Mattersburgs Kapitän Patrick Farkas (im Bild gegen Mario Bolter) bereitete den Führungstreffer der Burgenländer vor. Foto: gepa
Mattersburgs Kapitän Patrick Farkas (im Bild gegen Mario Bolter) bereitete den Führungstreffer der Burgenländer vor. Foto: gepa

Lustenauer nach 1:1 praktisch gerettet, Burgenländer bejubeln Bundesliga-Aufstieg.

Mattersburg. Die erste Entscheidung in der Erste Liga ist gefallen, Tabellenführer SV Mattersburg fixierte mit dem 1:1-Heimremis gegen die Lustenauer Austria den Wiederaufstieg in die Bundesliga – den zweiten in der Klubgeschichte. So richtig emotional war der Jubel nach dem Schlusspfiff aber eher bei den Grün-Weißen aus dem Ländle, denn Dario Tadic bewahrte sein Team in der Nachspielzeit (92.) mit einer exzellenten Abwehr vor der Linie noch vor einer Niederlage. Thorsten Röcher war der Schütze gewesen. So aber holte die Austria einen wichtigen Punkt im Kampf um den Klassenerhalt.

Für den 17. Punkt unter Trainer Lassaad Chabbi waren einige Umstellungen zur der Pause und eine geschlossene Mannschaftsleistung ausschlaggebend. Immerhin schafften die Vorarlberger das vierte Saisonremis nach einem 0:1-Rückstand. Drei Spiele vermochten die Lustenauer sogar noch zu ihren Gunsten zu drehen.

Rückfall nach gutem Beginn

Spielerisch erwischte die Chabbi-Truppe sogar den besseren Start als die Hausherren. Vor allem Daniel Sobkova vermochte in der zentralen Mittelfeldrolle immer wieder in den Abschluss zu kommen. Erst nach einer Viertelstunde wurde Mattersburg stärker. Vor allem über die rechte Angriffsseite mit Patrick Farkas wurde es nun vermehrt gefährlich für das von Christopher Knett gehütete Austria-Tor. Die Strafraumszenen mehrten sich nun und die Austria-Defensive brauchte nicht nur viel Geschick, sondern auch etwas Glück, um nicht das 0:1 zu kassieren.Selbst bei einer Dreifachchance durch Jano (Kopfball), Markus Pink und Thorsten Mahrer schaffte es Knett in Zusammenarbeit mit Tadic, den Ball nicht über die Linie zu lassen (29.). Fünf Minuten später aber passierte es dann doch, weil sich erst Eric Zachhuber ausspielen ließ und dann Mario Bolter zu lasch agierte. Die Flanke von Farkas verwertete Pink in Torjägermanier (34.).

Richtige Umstellungen

Zur Pause nahm dann Trainer Lassaad Chabbi personelle Korrekturen vor, auch aufgrund der englischen Woche. Erst schickte er seinen Sohn Sefedin in die Partie, dann mit Marcel Schreter und Thiago De Lima Silva zwei weitere Offensivkräfte. Das wirkte sich belebend aus und vor allem bewies er mit der Einwechslung von Thiago ein goldenes Händchen. Denn nach nur 217 Sekunden war der 31-jährige Brasilianer per Kopf zur Stelle und hechtete den Ball nach schöner Zachuber-Flanke in die Maschen (71.). Die Austria belohnte sich damit für den unentwegten Kampf gegen den Ball, für die viele Laufarbeit und den Glauben, auch nach Rückstand noch etwas bewirken zu können.

Erst in der Schlussviertelstunde wurde dann der Druck der Hausherren, denen das Bemühen, auch den Meistertitel unter Dach und Fach zu bringen, anzumerken war, stärker. Die letzten Bemühungen aber wurden von der Austria-Abwehr – und schlussendlich von Tadic gestoppt.

Vorzeitiges Saisonende

Der Pechvogel im Team der Lustenauer ist Sebastian Strandvall. Der Finne hatte sich im Abschlusstraining für das Hartberg-Spiel verletzt und muss nunmehr, nach einer MR-Untersuchung, die Saison vorzeitig abschreiben. Der 28-Jährige erlitt einen Bruch im linken Sprunggelenk sowie einen doppelten Bänderriss und muss etwa sechs Wochen pausieren.

Ich gratuliere Mattersburg, sie sind verdient aufgestiegen.

Lassaad Chabbi
Austrias Offensivspieler Jailson (im Bild gegen Michael Novak) ist seit dem 21. Oktober (3:3 gegen Mattersburg) ohne Torerfolg. Foto: gepa
Austrias Offensivspieler Jailson (im Bild gegen Michael Novak) ist seit dem 21. Oktober (3:3 gegen Mattersburg) ohne Torerfolg. Foto: gepa

Fußball – Sky Go Erste Liga 2014/15

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33. Spieltag

SV Mattersburg – SC Austria Lustenau 1:1 (1:0)

Pappelstadion, 4302 Zuschauer, SR Katona (Nö)

Torfolge: 34. 1:0 Pink, 71. 1:1 Thiago de Lima Silva (Kopfball)

Gelbe Karten: keine

SV Mattersburg (4-3-3): Kuster; Höller, Malic, Mahrer, Novak; Prietl (80. Sprangler), Jano, Perlak; Farkas (67. Doleschal), Pink (57. Röcher), Onisowo

SC Austria Lustenau (4-2-3-1): Knett; Sakic, Christoph Stückler, Kobleder, Zachhuber; Daniel Wolf, Bolter; Jailson (67. Thiago De Lima Silva), Sobkova (57. Schreter), Aschauer (46. Seifedin Chabbi); Tadic