Frauenlauf – eine verkehrte Welt

Leserbriefe / 12.05.2015 • 19:00 Uhr / 1 Minuten Lesezeit

Bis ins letzte Jahrhundert wurden Frauen insbesondere im Bereich des Sports benachteiligt. Sie durften kaum oder gar nicht öffentlich Sport mit und neben Männern treiben.

Ebenso stellte sich dies in sehr vielen Lebensbereichen auch außerhalb des Sports dar. In den letzten Jahrzehnten wurde nun einiges in puncto Gleichberechtigung erreicht. Umso interessanter erscheint es nun, dass gerade die ehemals Diskriminierten sich insofern emanzipieren, als dass sie nun ihrerseits diskriminieren. Sie veranstalten zum Beispiel einen Lauf, bei dem dezidiert keine Männer erlaubt sind.

Die Teilnehmerinnen müssen dies sogar mit einem Ausweis belegen. Vielleicht darum, dass sich nicht, wie etwa beim Songcontest, so ein ungenau definiertes Wesen wie Frau/Herr C. Wurst einschleichen kann. Wenigstens ist der leuchtend pinke Werbeauftritt farblich so gestaltet, dass viele echte Männer abgeschreckt werden. Im Sport geht es doch oft bunt zu.

Martin Huchler,
Unteres Tobel 15,

Götzis