Innerhalb von fünf Jahren sieben tödliche Biker-Unfälle in Vorarlberg

Vorarlberg / 12.05.2015 • 22:47 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Seit 2010 rund 900 Motorradunfälle in Vorarlberg – jetzt wieder mehr Biker unterwegs.

Schwarzach. Das Verletzungsrisiko mit dem Motorrad ist hoch. Eine aktuelle Analyse des VCÖ (Verkehrsclub Österreich) zeigt, dass in den vergangenen fünf Jahren in Vorarlberg sieben Motorradfahrer bei Verkehrsunfällen ums Leben kamen, 881 wurden verletzt. Am verlängerten Wochenende ist wieder mit deutlich mehr Motorradfahrern auf den Straßen zu rechnen. Der VCÖ ruft zu verstärkter Aufmerksamkeit auf. Zudem spricht sich der VCÖ für verstärkte Tempokontrollen aus. Zu hohes Tempo ist die Hauptursache tödlicher Verkehrsunfälle.

Hoher Unfallanteil

Obwohl Motorräder an der Verkehrsleistung einen geringen Anteil haben, ist ihr Anteil bei den Unfällen hoch. Motorräder haben gemeinsam mit Mopeds einen Anteil von einem Prozent an der Mobilität in Vorarlberg, aber einen Anteil von 21 Prozent an den bei Verkehrsunfällen in Vorarlberg verunglückten Personen, macht der VCÖ aufmerksam. Bei jedem 13. Verkehrsunfall war seit 2010 ein Motorradfahrer beteiligt.

„Das Unfall- und Verletzungsrisiko beim Motorradfahren ist groß: Die Geschwindigkeit ist so hoch wie beim Auto, aber es gibt keinen schützenden Blechmantel. Umso wichtiger ist es, mit großer Aufmerksamkeit zu fahren, Tempolimits einzuhalten und keine riskanten Überholmanöver durchzuführen“, stellt VCÖ-Experte Mag. Markus Gansterer fest.

In anderen Bundesländern ist die Zahl schwerer Motorradunfälle noch deutlich höher, wie die VCÖ-Analyse zeigt.

So starben in Niederösterreich im Vorjahr 19 Motorradfahrer bei Verkehrsunfällen, in Oberösterreich 16 und in der Steiermark 14. Vorarlberg weist gemeinsam mit dem Burgenland die niedrigste Opferzahl auf.