Noch immer unklar, was Soma-Unglück auslöste

Welt / 12.05.2015 • 22:48 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Zahlreiche Menschen haben sich bereits im Vorfeld des Jahrestages versammelt, um der Todesopfer von Soma zu gedenken.  Foto: AP
Zahlreiche Menschen haben sich bereits im Vorfeld des Jahrestages versammelt, um der Todesopfer von Soma zu gedenken. Foto: AP

istanbul. Beim schwersten Grubenunglück in der Geschichte der Türkei kamen vor einem Jahr 301 Bergleute ums Leben. Die Katastrophe ereignete sich am 13. Mai 2014 in einem Kohlebergwerk im westtürkischen Soma. 485 Bergleute überlebten, 160 wurden verletzt. Bis heute ist die genaue Ursache für die Katastrophe unklar. Ermittler gehen davon aus, dass ein Defekt in der Elektrik zunächst eine Explosion und dann einen Brand im Stollen ausgelöst hatte. Zum Zeitpunkt des Unglücks hatten sich besonders viele Arbeiter unter Tage aufgehalten.

Nach dem Unglück nahm die Polizei Mitglieder der Unternehmensführung fest, darunter den Vorstandsvorsitzenden. Ihm und sieben weiteren Angeklagten drohen lebenslange Haftstrafen. Die Regierung wies jede Verantwortung für das Unglück von sich. Nach der Katastrophe gab es in mehreren türkischen Städten Proteste.