Polizeieinsatz in Alberschwende

Leserbriefe / 12.05.2015 • 19:00 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
VN-Bericht vom 12. Mai 2015.
VN-Bericht vom 12. Mai 2015.

Wäre da nicht der Leiter dieser Polizeitruppe mit seiner ruhigen Verteidigung des Einsatzes gewesen, hätte ich denken müssen: Nahezu lächerlich! Über zwanzig Polizeibeamte verschiedener Gattungen umstellen das Haus, um einen jungen Flüchtling aus Syrien zwecks Abschiebung nach Ungarn festzunehmen. Als ob in dem Asylhaus ein gefährlicher Geiselnehmer gesucht würde und nicht der arme kleine Mohammed. Aber vielleicht sind die Polizisten ähnlich „arm“ zu nennen, weil sie von dem BFA-Gericht diese rein bürokratischen und völlig unnötigen Abschiebefehle erhalten und durchzuführen haben. Darf ich den ehrlichen Polizeikommandanten zitieren: Er wünschte uns Schützern der Flüchtlinge „Guten Erfolg!“

Unsere Antwort: „Das können wir Ihnen leider nicht wünschen!“ Dabei geht es uns einzig darum, diese aufrechten jungen syrischen Männer vor einem rechtsgerichteten (!) „Orban-Ungarn“ zu bewahren und vor einem übervollen Italien! Ich kapiere die Gründe der Abschiebeurteile der BFA absolut nicht. Aber da gibt es nichts zu kapieren. Das ist Bürokratie, die auch von einem Computer erledigt werden könnte. Von unsern Politikern ist nichts zu hören.

Peter Mathei,
Hof 1, Alberschwende