„Bitte keine Monotonie“

Wetter / 13.05.2015 • 18:56 Uhr / 5 Minuten Lesezeit
Die 19-jährige Sabrina Gstach aus Zwischenwasser hat es geschafft. Ab 1. September ist sie als Inspektorin in Feldkirch unterwegs.  Foto: sis  
Die 19-jährige Sabrina Gstach aus Zwischenwasser hat es geschafft. Ab
1. September ist sie als Inspektorin in Feldkirch unterwegs. Foto: sis  

Die Polizei faszinierte sie schon immer. Nun tritt Sabrina Gstach bald ihren Dienst an.

feldkirch. (VN-sis) Schon der kräftige Händedruck verrät: Sabrina Gstach weiß genau, was sie will. Im Juni feiert die Oberländerin ihren zwanzigsten Geburtstag. Nur wenige Monate später, am 1. September, wird sie ihren Dienst als Inspektorin auf dem Polizeiposten in Feldkirch antreten.

Eines Tages Polizistin zu sein, stand für die junge Frau schon lange fest. „Einige meiner Verwandten sind bei der Polizei. Ich war immer ganz fasziniert, wenn sie von ihrer Arbeit erzählt haben“, berichtet die 19-Jährige. Ein Studium wäre zwar auch in Frage gekommen, schließlich sei ihr die Entscheidung aber sehr leicht gefallen. „Ich habe mich im Vorfeld über die Ausbildung informiert. Als ich erfuhr, dass es möglich ist, neben dem Polizeidienst ein berufsbegleitendes Studium zu absolvieren, war für mich klar, was ich machen möchte“, erinnert sie sich.

Spannung im Beruf

Nach der Matura blieb nicht viel Zeit, sich auszuruhen. Am 1. September 2013 begann die sportliche Oberländerin die zweijährige Ausbildung an der Polizeischule in Feldkirch-Gisingen.

Am vergangenen Montag wurde es für die angehenden Ordnungshüter dann ernst. Die Abschlussprüfung stand bevor. „Ich war ehrlich gesagt aufgeregter als bei meiner Matura“, sagt Gstach und lacht. In knapp zwei Wochen beginnt für die Aspirantin der zweite und letzte praktische Teil ihrer Ausbildung, die mit der anschließenden Ernennung zur Inspektorin zu Ende ist. Ihre Polizistenlaufbahn nimmt dann auf dem Posten in Feldkirch ihren Anfang.

Unregelmäßige Arbeitszeiten, Wochenend- und Nachtdienste sowie das Wissen, jederzeit auf etwas Unvorhergesehenes reagieren zu müssen, sind für viele gute Gründe, einen Bogen um den Polizeiberuf zu machen. Für Sabrina Gstach bilden diese Dinge hingegen einen zusätzlichen Anreiz. „Eine monotone Arbeit ist nichts für mich. Am Morgen in den Dienst zu kommen und nicht zu wissen, was mich den Tag über erwartet, finde ich einfach spannend“, schwärmt sie. „In 30 Jahren brauche ich dann vielleicht auch mal meine Ruhe“, sagt sie lachend und ergänzt: „Aber jetzt bin ich noch jung.“

Sport und Musik

Ein gewisses Maß an körperlicher Fitness ist für die Tätigkeit eines Polizisten nicht unerheblich. Sport ist während der Ausbildung daher fixer Bestandteil des Lehrplans. Sabrina Gstach, die seit ihrer Kindheit Fußball beim FFC Vorderland spielt, kam dieser Umstand sehr entgegen. „Ich liebe Sport. Da ist es umso schöner, eine Ausbildung machen zu können, bei der Sport ebenfalls ein großes Thema ist“, erklärt sie. Mit ihrem Verein spielt sie aktuell in der zweiten Bundesliga.

Neben der sportlichen Seite besitzt die junge Frau aus Zwischenwasser auch eine musikalische. In ihrem Heimatdorf spielt sie Klarinette bei der Harmoniemusik Muntlix. „Ich mache sowohl Musik als auch Sport schon seit meiner Kindheit und wollte keines von beidem aufgeben“, sagt sie.

Der richtige Weg

Sabrina Gstach ist sich sicher, den richtigen Weg eingeschlagen zu haben. „Meine Erwartungen wurden nicht nur erfüllt, sondern sogar übertroffen“, ist die 19-Jährige überzeugt. Für ihre weitere Zukunft hat sie ebenfalls schon Pläne: „Ich würde gerne noch ein berufsbegleitendes Psychologiestudium absolvieren.“

Bei der Frage, was ihrer Meinung nach eine gute Polizistin ausmacht, überlegt sie kurz: „Man muss flexibel sein und mit Menschen umgehen können. Mit Reden kann man viel erreichen.“

Man muss flexibel sein und mit Menschen umgehen können.

Sabrina Gstach

Zur Person

Sabrina Gstach

wird schon bald ihren Polizeidienst in Feldkirch antreten.

Geboren: 17. Juni 1995 in Feldkirch

Ausbildung: Matura am BORG Götzis, Ausbildung in der Polizeischule in Feldkirch

Wohnort: Zwischenwasser