Das Zitterspiel vor dem Traumfinale

Sport / 13.05.2015 • 20:43 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Man darf gespannt sein, welche Erfolgstaktik Trainer-Fuchs Robert Hedin seinem Team auf den Weg mitgibt. Foto: gepa
Man darf gespannt sein, welche Erfolgstaktik Trainer-Fuchs Robert Hedin seinem Team auf den Weg mitgibt. Foto: gepa

Bregenzer Handballer stehen am Sonntag zu Hause gegen West Wien unter Zugzwang.

Bregenz. (VN-jd) Siegen oder Saisonende? Noch will man im Lager der Bregenzer Handballer den Teufel nicht an die Wand malen. Doch nach dem hart umkämpften 35:34-Heimsieg nach Verlängerung erhielt die Euphorie für das mögliche zweite Vorarlberger Finalduell nach 2009 in der Geschichte der Handball-Liga Austria einen ordentlichen Dämpfer. Die Festspielstädter mussten sich im zweiten Vergleich der im Modus „Best of three“ ausgetragenen Vorschlussrunde bei West Wien mit 23:28 geschlagen geben. Vor allem die Umstände, die zur klaren Auswärtsniederlage geführt haben, lassen in der Landeshauptstadt die Alarmglocken schrillen. Nun steht man im finalen Duell am Sonntag (18.45 Uhr) in der eigenen Handballarena Rieden wie schon im Viertelfinale gegen Schwaz unter Zugzwang.

Siegermentalität gefordert

Bregenz-Coach Robert Hedin hat nach den Videostudium auf der Heimreise von Wien seinen Blick bereits wieder nach vorne gerichtet. „Natürlich war die Leistung nicht so, wie wir uns das vorgenommen haben. Doch wir müssen uns selbst an der Nase nehmen und die Lehren daraus ziehen. West Wien hat clever agiert, hatte mit Goalie Uvodic den überragenden Akteur in seinen Reihen und verdient gewonnen.“ Doch der 49-jährige Schwede ist überzeugt davon, dass sein Team den Weckruf wahrgenommen hat. „Wir sind gewarnt, und jetzt ist die Siegermentalität des gesamten Teams gefordert. Der Einzug ins Halbfinale war das erste erklärte Etappenziel von uns. Doch wir haben uns im Verlauf der Saison nach Rang vier im Grunddurchgang mit soliden Leistungen im Play-off auf Platz zwei vorgearbeitet. Wir wollen ins Finale, haben noch alle Trümpfe selbst in der Hand, und es liegt an uns, sie auch auszuspielen.“

Ein Bundesland, ein Ziel

Um West Wien nicht nur auf dem Parkett, sondern auch von den Zuschauerrängen unter Druck zu setzen, hat sich Geschäftsführer Tom Berger etwas einfallen lassen. Unter dem Motto „Wir wollen ein Ländle-Finale“ haben alle Spieler von VHV-Vereinen freien Eintritt. Zusätzlich müssen alle Harder Fans, die mit einem roten T-Shirt kommen, ebenfalls keinen Eintritt bezahlen.

Ich bin überzeugt, dass wir nicht noch einmal so ins offene Messer rennen wie beim 23:28.

Robert Hedin