Ausgang der Zentralmatura in Mathe sorgt für Erleichterung

Vorarlberg / 15.05.2015 • 21:53 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Die AHS-Zentralmatura in Mathe verlief gut. Symbolfoto: VN
Die AHS-Zentralmatura in Mathe verlief gut. Symbolfoto: VN

Ergebnisse fielen landesweit weit besser aus als beim Probegalopp vor einem halben Jahr.

Dornbirn. Wohl kaum ein Prüfungsgegenstand im Zusammenhang mit der Zentralmatura war von so viel Herzklopfen begleitet wie Mathematik. Fünf Tage nach Abhaltung der schriftlichen Klausur in diesem Fach brachten die VN verlässliche Ergebnistrends in Erfahrung. Diese geben Grund zum Aufatmen. Denn: Die schriftliche Mathematik-Zentralmatura fiel dramatisch besser aus als der Probelauf im vergangenen Dezember.

Demnach bestanden nur circa zehn Prozent der Kandidaten nicht, beim Test kurz vor Weihnachten waren es noch erschreckende 40 Prozent gewesen.

„Insgesamt angemessen“

„Die Aufgaben waren vom Schwierigkeitsgrad insgesamt angemessen. Es wurde im Vergleich zur Testmatura etwas verändert. Teil eins mit dem allgemeinen Teil war sicherlich leichter, Teil zwei dafür sehr anspruchsvoll“, resümiert einer, der es wissen muss: Tobias Heinzle (18), Schüler der 8B am BG Dornbirn und Maturant. Der junge Schwarzacher ist generell ein guter Mathematiker. Darüber spekulieren, welche Note er bei der Klausur mit den zentral vorgegebenen Aufgaben geschrieben hat, möchte er dennoch nicht.

Eduard Engler (63), Leiter der ARGE-Mathematik für die Vorarlberger Gymnasien, kennt die vorläufigen Ergebnisse am BG Dornbirn und am BG Lustenau. Zumindest für diese beiden Schulen gibt der erfahrene Pädagoge Entwarnung. „Es liegen noch keine endgültigen Ergebnisse vor. Aber: Die vier Maturaklassen des BG Dornbirn und die zwei des BG Lustenau haben auf alle Fälle zufriedenstellende Resultate erreicht. Die Durchfallsquote liegt bei zehn bis zwölf Prozent“, gibt Engler an.

In einer der sechs Klassen gibt es sogar kein einziges Nicht genügend. „Und ein Schüler hat alle Punkte erreicht“, freut sich der Pionier der Mathematik-Zentralmatura in Vorarlberg.

Lob ans BIFIE

Auch Reinhard Sepp (51), Direktor am BRG/BORG Schoren ist hocherfreut. Von den 80 Kandidaten in den vier Klassen haben vielleicht zehn ein Nicht genügend. Dies ist dramatisch weniger als bei der Matura-Probeschularbeit im Dezember. Sepp bricht eine Lanze für die sonst viel gescholtenen BIFIE-Experten. „Sie haben dort heuer wirklich gute Arbeit geleistet und eine ausgewogene Mathe-Matura zusammengestellt. Bemerkenswert am Schoren: Dort war eine Oberstufenform-Klasse die allerbeste der vier Klassen. Ebenfalls durchgeatmet wurde am Bundesoberstufen-Realgymnasium Götzis. Direktor Thomas Rothmund (57): „Wir sind noch nicht ganz fertig mit dem Korrigieren. Aber schon jetzt steht fest: Es geht in eine positive Richtung. Die Durchfallsquote wird zehn Prozent nicht überschreiten.“

Man habe sich, ergänzt Rothmund, nach der misslungenen Probematura sehr gewissenhaft auf die echte Reifeprüfung Mathematik vorbereitet.

Schreiber atmet auf

Die allmählich einlangenden Ergebnisse lösen beim Landesschulrat große Erleichterung aus. „Mein Dank gebührt vor allem den Lehrern“, sagt AHS-Landesschulinspektorin Christine Schreiber (61). Ganz besonders freut sie sich darüber, dass die Zentralmatura praktisch ohne Pannen verlaufen ist.

Ergebnismäßig sei ihr bisher auch von den anderen schriftlichen Prüfungsgegenständen nichts Auffälliges gemeldet worden. „Die Rückmeldefrist endet am 22. Mai. Dann werden wir sämtliche Resultate der schriftlichen Klausuren im Haus haben und können diese analysieren“, teilt Schreiber mit.

Die mündlichen Reifeprüfungen finden an den Vorarlberger Gymnasien gestaffelt im Juni statt.

In einer Klasse gab es sogar kein einziges Nicht genügend.

Eduard Engler

Wir haben uns auf Mathematik sehr gut vorbereitet.

Thomas Rothmund