Austrias Torsperre gegen Horn hält weiter an

Sport / 15.05.2015 • 22:48 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Austria-Goalie Christopher Knett rettet gegen Osman Bozkurt, nur Zuschauer ist Lustenau-Verteidiger Eric Zachhuber. Foto: gepa
Austria-Goalie Christopher Knett rettet gegen Osman Bozkurt, nur Zuschauer ist Lustenau-Verteidiger Eric Zachhuber. Foto: gepa

Chabbi-Truppe spielt gegen die abstiegsbedrohten Niederösterreicher nur 0:0.

Lustenau. Mangelnden Kampfgeist kann man weder den Hausherren aus Lusten­au, noch den Gästen aus Horn vorwerfen. Trotzdem sahen die 2300 Zuschauer im Reichshofstadion keine Tore, nach 90 gespielten Minuten verabschiedeten sich die Mannschaften mit einem 0:0 in die Kabinen. Damit hat die Austria in keinem der vier Meisterschaftsspiele in diesem Jahr gegen Horn getroffen. Chancen gab es auf beiden Seiten, Matchwinner waren aber die beiden Torhüter Christopher Knett und Philip Petermann, sie hielten ihre Kästen sauber.

Besser leben mit dem Punkt können sicher die Lustenauer. Zwei Runden vor Schluss beträgt der Abstand auf die Abstiegsränge nun vier Punkte, das ist laut Coach Lassaad Chabbi genug: „Das reicht. Weder werden wir beide Spiele verlieren, noch werden die Mannschaften hinter uns beide Spiele gewinnen. Hartberg und der FAC spielen sogar noch gegeneinander und nehmen sich Punkte weg.“

Die Hausherren starteten etwas besser ins Spiel. Gefährlich wurden Stückler und Co. in der ersten Hälfte vor allem über die Flügel. Erste Chancen nach Flanken vergaben Schreter (8.) und Tadic (13.) jedoch. Horn war in den ersten 45 Minuten kaum zu sehen. Was doch etwas verwunderlich war, brauchten die Niederösterreicher im Kampf um den Klassenerhalt doch dringend einen Sieg. Die gut stehende Defensive der Lustenauer sowie das Unvermögen der eigenen Offensive erstickten aber beinahe jede Chance schon im Keim. Kurz vor dem Pausenpfiff hatte Marcel Schreter die Möglichkeit, die Austria in Führung zu bringen. Nach abgefälschter Flanke von Alexander Aschauer verfehlte seine Volleyabnahme aber knapp das Tor.

Die Gäste wachten auf

Nach Wiederbeginn kam die Mannschaft von Christoph Westerthaler etwas besser ins Spiel, die Pausenansprache des Trainers schien einige Spieler aufgeweckt zu haben. Besonders Marco Sahanek, einst auch für die Austria ein Thema, ließ seine Gefährlichkeit aufblitzen, seine Schüsse wurden aber vom starken Austria-Goalie Christopher Knett entschärft (46./62.). Den Matchball für die Gäste hatte dann Ländle-Export Osman Bozkurt auf dem Fuß. Nach schöner Vorarbeit von Mario Kröpfl fand sich der Stürmer allein im Strafraum vor Knett, doch auch dieses Duell entschied der Lustenauer Keeper souverän für sich (71.). Auch der junge Eric Zachhuber bot auf der linken Außenverteidigerposition wieder eine starke Leistung, sehr zur Freude des Trainers: „Eric war in den letzten Matches immer einer der Besten. Er muss noch viel lernen, aber er hat sehr großes Potenzial.“

Austrias Mario Bolter (rechts) im Kampf um den Ball gegen den Horner Mario Kröpfl. Links: Austrias Adnan Secerovic. Foto: gepa
Austrias Mario Bolter (rechts) im Kampf um den Ball gegen den Horner Mario Kröpfl. Links: Austrias Adnan Secerovic. Foto: gepa

Fußball – Sky Go Erste Liga 2014/15

Liga-Liveticker: VOL.AT

34. Spieltag

SC Austria Lustenau – SV Horn 0:0

Reichshofstadion, 2300 Zuschauer, SR Eisner (St)

Gelbe Karten: 64. Bozkurt, 75. Sittsam, 76. Djordjevic (alle Horn/alle Foulspiel)

SC Austria Lustenau (4-2-3-1): Knett/2; Sakic/3, Christoph Stückler/3, Kobleder/2, Zachhuber/2; Bolter/2, Secerovic/4; Aschauer/3 (46. Jailson/3), Schreter/4 (52. Sobkova/4), Tadic/3 (74. Chabbi/0); Thiago/3

SV Horn (4-1-4-1): Petermann/2; Rusek/3; Tursch/3; Djordjevic2/, Sittsam/3; Ruiz-Paz/3; Kröpfl/3 (84. Dilic/0), Casanova/3, Yajima/3 (32. Ayyildiz/3), Sahanek/2; Bozkurt/3 (80. Emin Sulimani/0)

Bei Horn war Aleksandar Djordjevic über 90 Minuten im Einsatz, Osman Bozkurt wurde in der 80. Minute ausgewechselt.

Notenschlüssel: Nach dem Schulnotensystem, von 1 (sehr) bis 5 (nicht genügend). 0 = zu kurz eingesetzt