Der hat gar nichts mehr Gestriges

Motor / 15.05.2015 • 14:29 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Skoda Superb: Am oberen Ende der Mittelklasse positioniert, kämpft mit neuem Design gegen starke Gegner. Fotos: werk
Skoda Superb: Am oberen Ende der Mittelklasse positioniert, kämpft mit neuem Design gegen starke Gegner. Fotos: werk

Vielleicht vom Namen abgesehen hat das neue Skoda-Flaggschiff nichts Altmodisches.

Skoda. Was sich da weiterhin der Sprache von gestern bedient, hat als Superb III gar nichts mehr Gestriges an sich. Im Gegenteil: Der große Tscheche im VW-Konzern betritt die Szene der gehobenen Mittelklasse derart selbstbewusst, dynamisch und attraktiv gestylt, dass man sich unwillkürlich fragen muss: Ja, dürfen’s denn das in Mlada Boleslav?

Der neue Nobel-Skoda wird nicht nur einem Opel Insignia, einem Mazda 6, Ford Mondeo, Peugeot 508 oder Hyundai i40 locker Konkurrenz machen, sondern auch den Schöpfern des neuen VW Passat oder der Audis A4 und A6 ein wenig mehr graue Haare wachsen lassen.

Auch an Mercedes oder BMW wird der Superb nicht spurlos vorbeirollen, da man doch jetzt den Preislisten wieder mehr Augenmerk schenkt. Und der flotte Tscheche mit seinem Mega-Raumangebot schon ab 26.680 Euro aufkreuzt. Ab 26. Juni ist der Superb der neuen Design-Ära zu haben. Mit sparsamen Benzinern und Diesel, auf Wunsch mit Doppelschaltgetriebe. Auch als Allradler steht die zum Prestige-Skoda emanzipierte Limousine parat.

Vorbei die Zeit, in der der Superb fast nur als Kombi unterwegs war und sich nur wenige für die Stufenhecklimousine mit Buckel über dem Riesenkofferraum erwärmen konnten. Jetzt wird eine neue schlanke Linie für Aufsehen sorgen. Schöner war eine ausgewachsene Limousine auf diesem Preisniveau noch nie. Und auch nicht besser ausgestattet.

Eine schwungvolle Heckklappe eröffnet jetzt (auf Wunsch elektrisch und „fußsensibel“) den Zugang zu einem Laderaum von 625 bis 1760 Litern. Gegenstände bis zu einer Länge von 3,10 Meter „schluckt“ der Superb. Wer braucht da eigentlich noch einen Kombi? Aber auch diese Version wird nachgereicht: im Herbst auf der IAA Frankfurt. Alles zu Preisen, die sich am Vorgänger orientieren, betonen die deutschen Skoda-Chefs.

,,Bester Skoda“ ever

Das markante Design, Octavia-ähnlich und hier schon ein Hit, bedeutet für Skoda eine neue Ära. „Es ist der beste Skoda aller Zeiten“, ist man beim Importeur Porsche Austria überzeugt. Der auf Passat-Basis einherrollende, aber ein paar Zentimeter längere Superb trumpft nicht nur mit Raumgefühl und cleveren Details auf. Neu ist auch die Fülle an Assistenzsystemen und Komfortausstattungen: Dreizonen-Klimaanlage, Dynamic-Chassis-Control, Blind-Spot-Detection, Rear-Traffic-Alert. Anders gesagt: Der Superb ist in Premium-Manier rundum gut abgesichert gegen fahrerische Fehlleistungen.

Alle Türen bekamen Flaschenhalter bis 1,5 Liter. Das Infotainment-System lässt sich per App über jedes Smartphone oder Tablet fernbedienen und ein WLAN-Hotspot sorgt fürs Amusement der Fahrgäste. In den vorderen Türen sind Regenschirme versteckt. Insgesamt findet man 29 Lösungen, die das Leben leichter machen.

Adaptives Fahrwerk

Und ein adaptives Fahrwerk – und modernste EU-6-Motoren mit Sparverbräuchen, aber auch einer Topleistung von 280 PS aus zwei Litern. Außerdem ist der Superb der erste Skoda mit adaptivem Fahrwerk. Ja, dürfen’s denn das?

Neues Heck: schlanke Lösung, mehr Raum.
Neues Heck: schlanke Lösung, mehr Raum.
Cockpit: schöner Arbeitsplatz, sauber gestaltet.
Cockpit: schöner Arbeitsplatz, sauber gestaltet.

Fakten

Skoda Superb

Motoren: drei TSI-Benziner (1,4 mit 125 und 150 PS, 2,0 mit 280 PS), drei TDI-Diesel (1,6 mit 120 PS, 2,0 mit 150 und 190 PS)
Preise: ab 26.680 Euro
Markteinführung: 26. Juni