Ein Torjäger mit hohen Zielen

Sport / 15.05.2015 • 21:30 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Marcel Zitz räumte mit dem Salzburger Eishockey-Nachwuchs gleich zwei Meistertitel ab. Foto: Privat
Marcel Zitz räumte mit dem Salzburger Eishockey-Nachwuchs gleich zwei Meistertitel ab. Foto: Privat

Der 16-jährige Dornbirner Marcel Zitz holte mit RB Salzburg zwei Eishockey-Meistertitel.

Dornbirn. „Die NHL wäre schon so eine Sache.“ Marcel Zitz ist alles andere als ein Träumer, doch seine Ziele sind hoch gesteckt. „Mir ist schon klar, dass der Weg in die beste Eishockey-Liga ein langer und schwieriger ist. Aber wenn ich hart an mir arbeite, körperlich weiter zulege, warum nicht“, zeigt sich der Eishockeycrack realistisch und selbstbewusst. Dafür wechselte der 16-jährige Dornbirner im letzten Jahr nach Salzburg. „In der Red-Bull-Nachwuchsakademie gibt es ideale Möglichkeiten, um im Eishockey noch besser zu werden.“

Gleich in seiner ersten Saison bei den Bullen lieferte der 1,75 m große Stürmer eine Talentprobe ab. In der Erste Bank Junior League (EBJL) gelangen ihm 20 Saisontreffer. „Nur ein Mannschaftkollege traf noch öfters“, so Zitz, der mit den Nachwuchs-Bullen in dieser Liga auch Meister wurde.

Mit drei Jahren auf dem Eis

Mit drei Jahren stand der Stürmer erstmals auf dem Eis. „Mein Vater hat mich damals mitgenommen. Ich habe mich am rutschigen Untergrund recht gut zurechtgefunden und ein halbes Jahr später war ich bereits Mitglied des Dornbirner Eishockeyvereins.“ Den nächsten entscheidenden Schritt setzte Zitz im Juli 2014. „Der Wechsel an die Salzach war nicht einfach, allein, ohne Eltern und Freunde. Doch ich habe mich recht schnell daran gewöhnt und bin nun froh darüber.“ Kein Wunder, holte der talentierte Crack mit dem U-17-Team der Salzburger die österreichische Meisterkrone in der EBJL. Kurz zuvor wurde Zitz auch mit dem U-16-Team Meister. „Ich musste in der entscheidenden Phase zwei Mal aushelfen. Mit sechs Treffern in zwei Spielen konnte ich zumindest ein klein wenig beitragen“, gibt sich Zitz bescheiden.

Auch abseits der Eishalle wird dem Messestädter nicht langweilig. „Ich besuche die vierjährige Sport-Handelsschule, die ein wichtiger Teil der Akademie ist. Die Lehrer stehen in ständigem Kontakt mit unseren Trainern. Schlechte Noten bedeuten eine Spielpause – und so bleibt man automatisch motiviert“, erläutert der Schüler die straffen Regeln. Zitz steckt sich auch schulisch hohe Ziele. „Wenn alles klappt, kann ich die zweite Klasse sogar überspringen.“ Deshalb kommt ihm die trainingsfreie Zeit gerade recht. „Die Schule stand in den letzten Wochen im Vordergrund, doch ich freue mich bereits auf das Sommertraining.“ Allzu lange muss er darauf auch nicht mehr warten, schon demnächst jagt er mit seinen Teamkameraden wieder dem Puck nach. „Wer rastet, der rostet“, lacht der coole Jungcrack.

Schlechte Noten bedeuten eine Spielpause, da bleibt man motiviert.

Marcel Zitz