Er machte mehr aus einer Note als jeder andere

Kultur / 15.05.2015 • 18:59 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Noch im hohen Alter ging B. B. King auf Tournee. Foto: EPA
Noch im hohen Alter ging B. B. King auf Tournee. Foto: EPA

Trauer um Blues-Legende B. B. King: Der Ausnahmekünstler starb im Alter von 89 Jahren.

Las Vegas. Zu den berühmtesten Lindern von B. B. King gehören „Every Day I Have The Blues“, „When Love Comes To Town“ und „The Thrill Is Gone“.

Seine älteste Tochter Shirley bedauerte es zutiefst, nicht die Chance gehabt zu haben, ihren Vater noch einmal zu sehen. Sie ist eines von 15 leiblichen und adoptierten Kindern, von denen ihn elf überleben. Las Vegas ist sein Wohnort gewesen, doch das Licht der Welt hat der Künstler am 16. September 1925 unter dem Namen Riley B. King auf einer Baumwollplantage im US-Staat Mississippi erblickt.

15 Grammy-Preise

Mit seinem innigen Gesang und seinem brillanten Gitarrenspiel beeinflusste B.B. King eine ganze Generation von Musikern wie Jimmy Hendrix, Eric Clapton oder Keith Richards und brachte dem Blues neue Fans auch
in der weißen Bevölkerung. Er verkaufte mehr als 40 Millionen Schallplatten und heimste 15 Grammy-Musikpreise ein. 1984 nahm ihn die Blues Hall of Fame auf, 1987 folgte seine Verewigung in der Rock and Roll Hall of Fame.

King spielte auf einer Gibson-Gitarre, die er liebevoll Lucille nannte. Er galt nicht nur als unangefochtener König des Blues, sondern auch als Lehrmeister.

Noch im hohen Alter ging King auf Tournee. Die Musikwelt war bereits seit Längerem in Sorge um den „König des Blues“. Im vergangenen Oktober hatte er wegen Krankheit seine Tournee abgebrochen. Sein langjähriger Geschäftspartner Laverne Toney sagte Anfang Mai, King habe ihm immer gesagt, „dass er nicht in ein Krankenhaus will. Er will zu Hause sein.“