Flower-Power in der Stadtgärtnerei

Markt / 15.05.2015 • 11:49 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Das Arbeiten in und mit der Natur begeistert auch Berufseinsteiger. Foto: Steurer
Das Arbeiten in und mit der Natur begeistert auch Berufseinsteiger. Foto: Steurer

Berufseinsteiger starten ihre Karriere als Gärtner in einem duften Umfeld.

Christine Mennel

Was wünschen Sie sich von Ihren Lehrlingen?

RÜF: Dass sie motiviert sind zu lernen, Teamfähigkeit und dass sie sich für die Natur interessieren.

Welche Firmenphilosophie sollen sie mittragen?

RÜF: Als öffentlicher Betrieb sind wir für die optimale Zustandserhaltung der städtischen Grünanlagen und die dafür erforderlichen Arbeiten verantwortlich. Dieser Arbeit widmen wir uns mit Herz und Verstand.

Im stadteigenen Betrieb werden seit 28 Jahren Gärtner und Gärtnerinnen ausgebildet. Wie empfinden Sie die Zusammenarbeit mit den Jugendlichen?

RÜF: Es gibt wie überall Gutes und weniger Gutes. Meistens überwiegt das Positive und dann macht die Arbeit mit den Jugendlichen viel Spaß. Es ist eine große Herausforderung mit sehr viel Verantwortung, aber trotzdem fühle ich mich sehr wohl und bin mit viel Freude bei meiner Aufgabe als Ausbilderin, die ich seit fünf Jahren übernommen habe.

Wie wichtig sind die Lehrlinge für den Betrieb?

RÜF: Lehrlinge haben einen besonderen Stellenwert, sie verjüngen unser Team, bringen neuen Spirit in die Belegschaft und fordern die anderen Mitarbeiter heraus.

Wie kommen Sie an gute Auszubildende heran?

RÜF: Etwa mittels Stellenausschreibungen in verschiedenen Medien. Wir finden aber auch Talente unter den Absolventen des Bäuerlichen Schul- und Bildungszentrums.

Welche Prioritäten haben die Lehrlinge?

RÜF: Sie wollen akzeptiert werden und wünschen sich, dass auf jeden individuell eingegangen wird. Wichtig ist ihnen auch, dass sie selbstständig und kreativ arbeiten können.

Welche Stärken helfen Ihnen als Ausbilderin bei der Zusammenarbeit?

RÜF: Fachliches Können und Wissen, Geduld und Einfühlungsvermögen.

Was können Sie über den Ablauf der Lehrzeit sagen?

RÜF: Der Beruf der Gärtnerin bzw. des Gärtners ist saisonabhängig. Unsere Aufgaben kommen jedes Jahr regelmäßig wieder, wodurch die Lehrlinge alle drei Ausbildungsjahre die Arbeiten wiederholen und sie so gefestigt werden. Bei uns gehen die Lehrlinge überall mit, sie sind in der Gärtnerei bei der Pflanzenaufzucht genauso wie im Außendienst bei den verschiedensten Arbeiten mit dabei, Rasenmähen, Baumpflege, Staudenpflege etc. So bekommen sie einen Einblick in alle Bereiche des Gärtnerns.

Warum, denken Sie, wurde die Stadtgärtnerei „Ausgezeichneter Lehrbetrieb“?

RÜF: Den Auszubildenden wird die Chance auf eine gute und abgeschlossene Ausbildung geboten. Wir haben das erste Mal teilgenommen und die Kriterien erfüllt, und darauf sind wir stolz.

Was wird den Lehrlingen geboten (Prämien, Fortbildung, Austauschprogramme, ÖPNV-Vergütung etc.?

RÜF: Für gute schulische Leistungen bekommen unsere Lehrlinge eine Prämie ausbezahlt, für die Lehrabschlussprüfung Prüfungsurlaub. Außerdem erhalten alle Bediensteten der Stadt Bregenz, auch die Lehrlinge, die mit den öffentlichen Verkehrsmitteln fahren, Einkaufsgutscheine der Wirtschaftsgemeinschaft.

Warum ist es so attraktiv, bei der Stadtgärtnerei zu arbeiten? Was ist das Schöne am Beruf des Gärtners?

RÜF: Wir arbeiten immer an der frischen Luft, in und mit der Natur. Unser Beruf ist sehr abwechslungsreich und es ist spannend zu sehen, wie eine Pflanze sich aus einem Samenkorn oder einem Steckling entwickelt. Wenn die Beete in den Anlagen im Frühling und Sommer so richtig schön blühen ist das ein ganz tolles Gefühl.

Zur Person

Silvia Rüf

Ausbildung: Gärtnerfacharbeiterin, Lehrlingsausbildnerin

Laufbahn: Seit der Lehre bei der Stadtgärtnerei Bregenz

Alter: 28