„Jeder muss durchs Feuer gehen für den anderen“

Sport / 15.05.2015 • 21:42 Uhr / 5 Minuten Lesezeit
Bregenz-Neuzugang Espen Lie Hansen mit Robert Hedin (l.) und Roland Frühstück (4.). Privat
Bregenz-Neuzugang Espen Lie Hansen mit Robert Hedin (l.) und Roland Frühstück (4.). Privat

Bregenzer Handballer wollen mit Heimvorteil morgen (18.45 Uhr) Finaleinzug fixieren.

Bregenz. (VN-jd) Siegen oder Saisonende – zum zweiten Mal in dieser Saison wartet auf die Bregenzer Handballer der ultimative Showdown vor eigenem Publikum. Während man in der Viertelfinalserie gegen Schwaz nach dem 28:27/h und dem 28:29/a mit dem 27:24-Heimsieg im letzten Abdruck den Kopf aus der Schlinge zog, wartet nun das finale Duell gegen West Wien. Und die Grün-Weißen haben in den bisherigen beiden Vergleichen in der im Modus „Best of three“ ausgetragenen Vorschlussrunde der Handball-Liga Austria gezeigt, dass sie ein mehr als ebenbürtiger Gegner sind. Im ersten Duell gab es einen hart­umkämpften 35:34-Heimsieg nach Verlängerung für die Festspielstädter, drei Tage später schlugen die Hietzinger mit dem 28:23 vor eigenem Publikum zurück.

Im Lager des HLA-Rekordmeisters (9 Titel) wurde deshalb nichts unversucht gelassen, um den Wienern einen heißen Tanz zu servieren. Unter dem Motto „Wir wollen ein Ländle-Finale“ sind die Fans aufgerufen, für Stimmung in der Halle zu sorgen. Alle Spieler von VHV-Vereinen haben freien Eintritt, zusätzlich müssen alle Harder Fans, die mit einem roten T-Shirt kommen, ebenfalls keinen Eintritt bezahlen.

Doch Bregenz-Coach Robert Hedin gibt sich keinen Illusionen hin und betont, dass das Feuer auf den Zuschauerrängen nur die halbe Miete für ein Finalduell ab 23. Mai gegen Titelverteidiger Alpla HC Hard sei: „Auch die Spieler müssen brennen und gewillt sein, ihre Leistungsgrenze zu überschreiten. Jeder einzelne muss durchs Feuer gehen für den Nebenmann“, betont der Schwede.

Die richtige Mischung finden

Hedin erklärt unverblümt, dass sowohl in der Defensive als auch im Angriff eine deutliche Leistungssteigerung notwendig sein wird, um am Ende als Sieger vom Parkett zu gehen. „Wir können definitiv besser spielen, als wir in den bisherigen Duellen im Halbfinale gezeigt haben.“ Der Schlüssel zum Erfolg liegt für den Bregenz-Coach in der gesunden Mischung bei der Dosierung des Tempos: „Wir dürfen nicht kopflos anstürmen und glauben, die Partie in den ersten Minuten entscheiden zu müssen. West Wien ist ein routiniertes Team und hat besonders im Rückspiel vor fünf Tagen gezeigt, dass sie dies ausnützen können.“

Aufmunternde Worte vor dem vielleicht wichtigsten Spiel der Saison gab es von Espen Lie Hansen. Der 26-jährige Norweger, der ab Sommer das Trikot der Festspielstädter tragen wird, weilte drei Tage in Bregenz und war Zaungast bei den letzten Trainingseinheiten. „Leider kann ich nur aus der Ferne die Daumen drücken. Doch die Jungs haben Charakter und das notwendige sportliche Können, dass sie die Hürde nehmen und ins Finale einziehen“, betonte der Norweger vor seiner Abreise zurück nach Magdeburg.

Eine Kampfansage gab es zudem von Goalie Vlado Bozic, die wie Filip Gavranovic und Paul Babarskas den Verein verlassen wird. „Meine Mission in Bregenz ist noch nicht erfüllt. Ich habe die Handballarena Rieden noch nie als Verlierer verlassen, und so soll es auch bleiben.“

Filip Gavranovic ist einer der Bregenzer Akteure, die zu Saisonende den Verein verlassen werden. Foto: gepa
Filip Gavranovic ist einer der Bregenzer Akteure, die zu Saisonende den Verein verlassen werden. Foto: gepa

Handball

Handball-Liga Austria der Männer 2014/15 Internet: www.sis-handball.at

» Halbfinale2 (Best of three), 3. Spiel

Bregenz HB – SG HB West Wien morgen, 18.45 Uhr

Handballarena Rieden, SR noch nicht bekanntgegeben

2. Spiel (12. Mai)

SG HB West Wien – Bregenz HB 28:23 (14:14)

BSFZ Südstadt, SR Hiebl/Kocic

SG HB West Wien: Uvodic (1), Kaiper; Hermann (7/1), Simon Pratschner, Führer (1), Miljak (5), Posch (5), Wagesreiter (2), Frimmel (7), Schiffleitner, Sahin, Jelinek, Julian Partschner, Schuster

Bregenz HB: Bozic, Suppanschitz; Mayer (7), Frühstück (2), Babarskas, Gavranovic (2), Rauch, Klopcic, Watzl (1), Bammer (2), Esegovic (2/2), Gangl (1), Wassel (2), Warvne (4)

1. Spiel (9. Mai)

Bregenz HB – SG HB West Wien 35:34 n. V. (32:30, 29:29, 12:15)

Handballarena Rieden, SR Staudinger/Staudinger

Bregenz HB: Bozic, Suppanschitz; Mayer (7), Frühstück (4), Babarskas (2), Gavranovic (4), Rauch, Klopcic (4), Watzl, Bammer (2), Esegovic (8/8), Gangl, Wassel (1), Warvne (3)

SG HB West Wien: Uvodic, Kaiper; Hermann (10), Machinek (1), Pratschner, Führer (5), Strazdas, Miljak (7), Posch (6), Wagesreiter (2), Frimmel (3/1), Sahin, Jelinek, Schuster

» Halbfinale 1 (Best of three)

2. Spiel (11. Mai)

HC Fivers WAT Margareten – Alpla HC Hard 26:27 (15:13)

1. Spiel (8. Mai)

Alpla HC Hard – HC Fivers WAT Margareten 28:25 (16:11)

Endstand in der Serie: 2:0 für Hard

» Finale (Best of three)

Alpla HC Hard – Sieger Bregenz/West Wien Samstag, 23. 5., 20.20 Uhr

Sieger Bregenz/West Wien – Alpla HC Hard Dienstag, 26. 5., 20.20 Uhr

Alpla HC Hard – Sieger Bregenz/West Wien* Samstag, 30. 5., 20.20 Uhr

Erklärung: * falls nötig