Konzerne sind fest in Familienhand

Markt / 15.05.2015 • 22:22 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Familienbetriebe stellen weltweit 80 Prozent aller Jobs.

Wien. (VN) Familienbetriebe repräsentieren weltweit zwei Drittel aller Unternehmen und stellen 80 Prozent aller Jobs, errechnete der Beratungskonzern EY. In Österreich gehören acht von zehn Firmen einer Familie. In den USA und Deutschland sind es mehr als 90 Prozent.

Das umsatzstärkste Familienunternehmen der Welt ist mit großem Abstand der US-Handelsriese Wal-Mart, der zu 50 Prozent der Walton-Familie gehört und 2013 mit 2,2 Millionen Mitarbeitern in den USA mehr als 476 Mrd. Dollar umsetzte. Auf dem zweiten Platz folgt die Volkswagen AG mit 262 Mrd. Dollar Umsatz und 572.800 Mitarbeitern. Der Autobauer gehört den Familien Porsche/Piech und ist Europas größter Familienbetrieb. Nummer drei ist die Holdinggesellschaft Berk­shire Hathaway des US-Milliardärs Warren Buffett (182 Mrd. Dollar), gefolgt von der italienischen Holdinggesellschaft Exor (151 Mrd. Dollar) und dem US-Autohersteller Ford (147 Mrd. Dollar).

Benteler aus Österreich

Aus Österreich hat es die Benteler International AG mit Konzernsitz in Salzburg auf Platz 144 ins Ranking geschafft. Der Autozulieferer und Rohrhersteller (Umsatz: 9,9 Mrd. Dollar) ist eigentlich auch ein deutsches Unternehmen, hat aber die Gruppenholding 2010 nach Österreich verlegt. Ebenfalls auf der Liste ist der Glücksspielkonzern Novomatic (2,5 Mrd. Dollar). Dessen Gründer Johann Graf startete im Jahr 1980 mit Flipperautomaten und wurde schließlich mit Slotmaschinen Milliardär.

Die weltweit 500 größten Familienkonzerne beschäftigten insgesamt 21 Millionen Menschen und setzen 6523 Mrd. Dollar um. Im Schnitt werden die großen Familienkonzerne bereits von der vierten Generation gelenkt. Das älteste Unternehmen ist der japanische Immobilienkonzern Takenaka, der seit 1610 existiert. Einer der Erfolgsfaktoren ist laut EY eine klare Nachfolgeregelung.