Kumpeltyp im griffigen Kleinformat

Motor / 15.05.2015 • 14:32 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Eine kompakte Zwischengröße: Im modern-elegant zugeschnittenen Blechkleid tritt der i20 selbstbewusst auf. Fotos: vn/b.rhomberg
Eine kompakte Zwischengröße: Im modern-elegant zugeschnittenen Blechkleid tritt der i20 selbstbewusst auf. Fotos: vn/b.rhomberg

Der Hyundai i20 gefällt durch seine recht erwachsene Interpretation des Kleinwagens.

Hyundai. Die neue Generation des Kleinkraftwagens Hyundai i20 lässt sich kurz und bündig beschreiben: größer, flacher, breiter. Der kleine Asiate europäischen Zuschnitts hat eine leichte Dehnübung (40 mm) vollführt und hat dadurch jetzt Einzug in die Vier-Meter-Autoklasse gehalten.

Ein auffällig optischer Muntermacher im Straßenverkehr ist aus dem i20 auch im neu angepassten Blechkleid nicht geworden. Indes: Gegenüber dem Vorgänger kommt der gar nicht mehr so kleine Koreaner im neuen Format jetzt richtig erwachsen daher. Im aussagekräftigeren Karosseriedesign rollt das Schrägheckmodell frischer, eleganter und auch dynamischer vor, ohne dabei sein typisches Gesicht zu verlieren. Der praktische Aspekt des gestreckten Kleinformats: Innen wirkt der nun 4,04 Meter lange Viertürer ziemlich geräumig. Was einem erhöhten Reck- und Streckfaktor für die Insassen entgegenkommt, ist der um 45 mm auf 2,57 Meter vergrößerte Radstand. Es ergibt sich ein unverkrampftes Einsteigen. Das Platzangebot ist vorne sehr ordentlich und es sitzt sich vergleichsweise komfortabel. Sogar auf dem hinteren Gestühl ist noch ausreichend Platz, es fällt einem der Dachhimmel nicht gleich auf den Kopf. Mitfahren wird so zu einem akzeptablen Vergnügen. Zumindest auf kürzeren Strecken dürften keine Klagen aus dem Fond kommen.

Und wie sieht es mit dem Fahrspaß aus? Unterwegs mit dem Vierzylinder-Benziner, der 84 PS aus 1,25 Liter Hubraum schöpft, wird schnell erfahrbar, dass der so motorisierte i20 kein Temperamentsbolzen ist. Er mag es eher gemütlich, wird am liebsten im Einklang mit dem Rhythmus der Straße bewegt. Wer partout meint, eine forcierte Fahrweise wählen zu müssen, der muss viel schalten, um einigermaßen flott Boden unter den Rädern zu gewinnen. Auf Hochtouren unterwegs bleibt dann aber wenig übrig vom theoretisch günstigen Verbrauch. So gesehen, diszipliniert einen der Kleinwagen zur Gelassenheit.

Dafür empfiehlt sich der i20 allemal als kleinfamilientauglicher Einkaufswagen. Schon erstaunlich, was das Ladeabteil alles schlucken kann. Mit maximal 1042 Liter Stauvolumen lassen sich auf ebener Ladefläche tatsächlich Koffer, Kisten oder ein Kinderwagen problemlos einräumen.

Neuauflage jetzt auch mit markantem Heck.
Neuauflage jetzt auch mit markantem Heck.
Frisches Design im übersichtlichen Cockpit.
Frisches Design im übersichtlichen Cockpit.
Eindruck: Was Smart-Shopper ansprechen dürfte, ist die „Premium“-Version mit Zugaben bis hin zu Klimaautomatik, Spurhalteassistent und Lenkradheizung. Der 1,25-l-Saugmotor ist ein braver Pflichterfüller ohne große Ambitionen.
Eindruck: Was Smart-Shopper ansprechen dürfte, ist die „Premium“-Version mit Zugaben bis hin zu Klimaautomatik, Spurhalteassistent und Lenkradheizung. Der 1,25-l-Saugmotor ist ein braver Pflichterfüller ohne große Ambitionen.

Fakten

Motor/Antrieb: Vierzylinder-Benzinmotor, 84 PS, 122 Nm/4000 U/min, 5-Gang-Schaltgetriebe, Vorderradantrieb.

Fahrleistung/Verbrauch: 0 auf 100 km/h in 13,1 Sek., Spitze: 170 km/h, EC-Norm: 5,1 l (119 g CO2/km), Testverbrauch: 6,8 l Superbenzin.

Preis: „Premium“-Version: 15.990 Euro, Testwagen: 18.086 Euro.