Nach Bombendrohung Unbekannte gesucht

Menschen / 15.05.2015 • 21:54 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Polizisten evakuierten die SAP Arena in Mannheim, nachdem die Bombendrohung eingegangen war. Foto: EPA
Polizisten evakuierten die SAP Arena in Mannheim, nachdem die Bombendrohung eingegangen war. Foto: EPA

Das nach einem Droh­anruf abgebrochene Finale von „Germany’s next Topmodel“ wird nachgeholt.

Mannheim. Nach dem Abbruch von Heidi Klums Castingshow „Germany’s next Topmodel“ wegen einer Bombendrohung soll in zwei Wochen die Entscheidung erfolgen. „Es wird eine Siegerin 2015 geben, wir zeigen am 28. Mai 2015 das Finale“, sagte am Freitag ein Sprecher von ProSieben der Deutschen Presse-Agentur. „Die Show wird nicht live sein.“

Drohanruf einer Frau

Am Donnerstagabend war das Livefinale aus der SAP-Arena in Mannheim wegen des Drohanrufs einer Frau und eines verdächtigen Koffers mitten in der Sendung abgebrochen worden. ProSieben zeigte stattdessen nach der Werbepause einen Spielfilm. Unterdessen mussten Tausende Zuschauer, zumeist junge Mädchen, die Halle verlassen.

Die deutsche Polizei sucht derweil mithilfe der Telekommunikationsdaten nach der Anruferin. Bisher gebe es keine Anhaltspunkte, wer an dem Abend mit einer Explosion in der Arena drohte, sagte ein Polizeisprecher am Freitag. Über Hinweise, dass die viel diskutierte und umstrittene ProSieben-Show möglicherweise im Visier von Kriminellen sein könnte, sei ihm nichts bekannt.

Der Veranstalter hatte die Räumung der Halle selbst veranlasst, wie der Polizeisprecher sagte. „Sie haben uns zwar informiert, aber sie haben von sich aus evakuiert.“ Als die Beamten eintrafen, hatten viele Zuschauer das Gebäude längst verlassen. „Es gab keine Panik“, betonte die Polizei. Mehr als 100 Sicherheitsleute des Veranstalters hätten für einen geordneten Ablauf gesorgt. Lediglich vor der Halle sei es hier und da hektisch zugegangen, weil Eltern ihre Kinder suchten oder nicht jeder gleich sein Auto gefunden habe. „Viele waren orientierungslos“, sagte er.

Kein Sprengstoff gefunden

Spezialisten des Landeskriminalamts rückten am Donnerstag an und untersuchten den verdächtigen Koffer auf Sprengstoff. Gefunden worden ist letztendlich nichts, der Koffer stellte sich als ungefährlich heraus. Dennoch durchsuchten mehr als 100 Einsatzkräfte, unterstützt von Sprengstoffsuchhunden, stundenlang die gesamte Halle. „Der Eigentümer des Koffers ist ermittelt“, sagte der Polizeisprecher. Der Mann sei wegen der Show in der Arena gewesen, ob als Zuschauer, Sicherheitskraft oder in anderer Funktion, wollte er nicht sagen. Er habe sich selbst bei der Polizei gemeldet.

Klum: „Sicherheit geht vor“

In der Nacht hatte Jurorin und Topmodel Heidi Klum getwittert, dass der Abend leider nicht so zu Ende gegangen sei, wie sie es sich gewünscht habe. „Sicherheit geht vor!“, schrieb die 41-Jährige über einem Foto mit den vier Finalistinnen. In der zehnten Ausgabe der ProSieben-Show sollte aus vier jungen Frauen „Germany’s next Topmodel“ ermittelt werden. Ajsa (18) aus Tübingen, Anuthida (17) aus Lübeck und Vanessa (18) aus Bergisch Gladbach waren zuletzt noch im Wettbewerb.

Zunächst startete das Finale für Heidi Klum wie geplant. Foto: EPA
Zunächst startete das Finale für Heidi Klum wie geplant. Foto: EPA