Selbstbehalte im Gesundheitssystem

Leserbriefe / 15.05.2015 • 18:28 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Super, Finanzminister Schelling, für diesen Vorstoß. Selbstbehalte gibt es ja schon immer bei einigen Kassen, bei den allgemeinen Krankenkassen leider noch nicht.

Die angesprochene Eigenverantwortung wurde in der Schweiz schon immer groß gehalten. Das Denken der Schweizer unterscheidet sich durch die direkte Demokratie sehr von unserem. Bei uns können sich Politiker durch diverse teure „Bonbons“ Stimmen erkaufen. Das gibt es in der Schweiz durch die Abstimmungen nicht. Bei uns wollte Kreisky, dass für das Volk alles gratis ist ­(sozialistisches System, Gießkannenverteilung). Das war sehr teuer, und nun haben wir das finanzielle Budgetloch.

Das kostet den Staat jetzt sehr viel Geld, da es enorm viele Bürger gibt, die das ausnützen. Jeder sollte sein Geld sinnvoll verwalten und auch Rücklagen für Gesundheitsprobleme anlegen. In unserem System gehen viele wegen jeder Kleinigkeit zum Arzt, nur weil es nichts kostet, und das höhlt das Gesundheitswesen enorm aus. Ich ginge noch weiter: Jeder Arzt stellt dem Patienten eine Rechnung (wäre gleichzeitig eine Kontrolle), der muss es bezahlen und bekommt von der Kasse dann 80 Prozent zurück.

Die Arzt- und Spitalsambulanzbesuche werden dadurch sicher drastisch verringert. Für Härtefälle muss es natürlich einen separaten Pool geben.

Oskar Piffer,

Gerbergasse 11, Dornbirn