Zäher Polizeibau

Vorarlberg / 15.05.2015 • 19:22 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Weiter Warten auf neue Exekutivzentrale beim Dornbirner Bahnhof.

Dornbirn. (ha) Im März, wenige Tage vor den Gemeindewahlen, kündigte die Stadt den baldigen Spatenstich für die neue Bundespolizeizentrale beim Dornbirner Bahnhof an. Doch seither herrscht Stillschweigen. Nicht ohne Grund: Die Chancen für einen schnellen Baubeginn stehen offenbar nicht so gut. Trotzdem wird nicht ausgeschlossen, dass es aus Wien überraschend schnell grünes Licht fürs Projekt gibt. Alle Rathaus-Fraktionen sehnen eine Übersiedlung der Exekutive von der Stadtstraße an den Bahnhof herbei. Die Hoffnung ist, dass durch ein rund um die Uhr besetztes Polizeirevier in direkter Nachbarschaft zum Busbahnhof, wo es immer wieder zu Auseinandersetzungen kommt, eine Beruhigung der Szene eintritt. Auf Nachfrage teilt Vizebgm. Martin Ruepp mit, dass die Verhandlungen mit dem Bund oder auch der VOGEWOSI als möglichem Investor andauern. Allerdings: „Ein Ergebnis könnte noch länger auf sich warten lassen.“

Es geht vorrangig ums Geld: Die Innenministerin, die im März die Zusage für eine baldige Projektumsetzung machte, muss erst vom Finanzminister die erforderlichen Mittel für die anfallende Miete bewilligt bekommen. Das ist nicht so sicher, denn mit den derzeitigen Mietzahlungen wird das Auskommen nicht gefunden werden.

„Am bisherigen Standort profitiert die Polizei praktisch vom geltenden Mieterschutz“, so Ruepp. Am Bahnhof wird es deutlich teurer: Je nach Ausstattung und Größe beträgt der Investitionsaufwand fürs Gebäude rund 5,6 Millionen Euro. Dieser Betrag ist die Basis für die Berechnung des Mietzinses.