„Alle an einen Tisch sitzen und reden“

Sport / 17.05.2015 • 23:18 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Anna Fenninger: Gespräch mit Peter Schröcksnadel. Foto: apa
Anna Fenninger: Gespräch mit Peter Schröcksnadel. Foto: apa

Anna Fenninger schließt Nationenwechsel oder Gründung eines Teams aus.

Wien. In einem ORF-Interview hat Anna Fenninger alle Spekulationen um einen möglichen Nationenwechsel beendet. „Ich bin mit Leib und Seele Österreicherin. Für mich gibt es nur eine Möglichkeit, an den Start zu gehen: Das ist für Österreich.“ Außerdem ist die zweifache Gesamtweltcupsiegerin um Einvernehmen mit dem Skiverband bemüht. „Ich denke, die einzige Lösung ist, dass wir alle an einen Tisch sitzen und reden, so kommen die Leute zusammen.“

Darauf und auf die erhoffte Lösung des Problems wird Fenninger allerdings noch ein wenig warten müssen, denn ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel befindet sich derzeit im Urlaub. „Es wird im Hintergrund schon sehr viel gearbeitet. Der Präsident ist eine wichtige Person, um eine Entscheidung zu treffen und zu finden“, sagte die 25-Jährige. „Wir machen das, wenn Peter wieder da ist.“

Fenninger hatte in einem an die Öffentlichkeit gelangten E-Mail die ablehnende Haltung des ÖSV gegenüber ihrem Manager Klaus Kärcher kritisiert. Sie forderte auch eine verbesserte Regelung ihrer sportlichen Betreuung und drohte sogar mit Rücktritt. Der ÖSV hatte u. a. mitgeteilt, dass derzeit die Gesprächsbasis mit dem Management fehle.

Wer bezahlt den Trainer?

Fenninger reiste aus dem Trainingslager in Zypern ab. „Es war auch Selbstschutz dabei. Ich musste heim, das Ganze ordnen und schauen, wie es weitergeht. Trainieren kann ich daheim genauso gut.“ Fenninger gab nochmals ein Bekenntnis zu ihrem Manager ab. „Der Klaus war die letzten drei Jahre auf meiner Seite. Er hat mich tatkräftig unterstützt, so wie ich mir das vorgestellt habe, darum gibt es für mich keinen Grund, mich von ihm zu trennen.“

Fenninger schließt die Gründung eines eigenen Teams aus, will aber Peter Meliessnig als Konditionstrainer und Physiotherapeut behalten. „Mein Körper braucht ganz klar einen Betreuer, der zu hundert Prozent weiß, was gut für mich ist. Ich habe Peter selbst bezahlt, aber es ist so weit, dass es nötig ist, eine Ganzjahresbetreuung zu haben.“ Und da stelle sich die Frage, wie man das regle.