Asylwerber rastet in Beratungsstelle aus

Vorarlberg / 17.05.2015 • 22:13 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

22-jähriger Algerier überschüttete sich in Wohnberatungsstelle mit Benzin. 

Feldkirch. Wegen versuchter Brandstiftung und Widerstands gegen die Staatsgewalt wurde ein 22-jähriger Asylwerber aus Algerien am Freitagvormittag in die Justizanstalt Feldkirch eingeliefert.

Der junge Mann kam gegen 11 Uhr in die Wohnungsberatungsstelle der Caritas in Feldkirch und wollte mit dem Leiter sprechen. Als dies nicht sofort möglich war, verließ er das Gebäude wieder. In einer nahegelegenen Tankstelle kaufte der 22-Jährige daraufhin einen mit Benzin gefüllten Fünf-Liter-Kanister und marschierte damit zurück zur Beratungsstelle.

Drohungen

Gegen 11.40 Uhr bestand der Asylwerber erneut auf ein Gespräch mit dem Leiter. Als dieser ihm seine Forderung nach einer Unterkunft und Hilfestellung nicht sofort erfüllen konnte, rastete der Algerier aus. Er schleuderte einen Schirmständer nach seinem Gesprächspartner und einer Angestellten und warf mit Dekorationsgegenständen um sich. Anschließend holte er den Kanister aus dem Empfangsbereich, überschüttete sich mit Benzin und verteilte es um sich herum. Er werde sich anzünden, drohte er. Als der Mann ein Feuerzeug aus seiner Hosentasche holen wollte, wurde er von zwei zwischenzeitlich eingetroffenen Polizisten überwältigt. Gegen die Festnahme wehrte sich der 22-Jährige laut Polizei mit aller Kraft.

U-Haft

Bei der Durchsuchung des Mannes fanden die Beamten eine geringe Menge Suchtgift. Der 22-Jährige wurde in die Justizanstalt Feldkirch gebracht. Er befindet sich in Untersuchungshaft. In der Beratungsstelle waren zum Tatzeitpunkt mehrere Mitarbeiter anwesend.