Auf der Zielgeraden in Richtung Ursprung

Kultur / 17.05.2015 • 21:36 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
   
   

Keine Werkschau, sondern viel Neues vom Duo Attwenger am Spielboden.

Dornbirn. (VN-hf) Dass das Musikgeschäft schweißtreibend sein kann, bewiesen Markus Binder und Hans-Peter Falkner am Freitagabend am Dornbirner Spielboden. Wie immer, wenn sich Attwenger die Ehre geben, darf sich der Veranstalter über ein volles Haus freuen. Das Duo macht Musik fürs Volk, da wird nicht mitgeklatscht, sondern mitgedacht und mitgemacht. Zu schlau sind die mehrdeutig-dadaistischen Texte, zu tanzbar die gebotenen Rhythmen.

Der Kreis schließt sich

„Spot“ heißt das neue Werk. Es ist das bereits achte Studioalbum des Duos, und das gilt es nun natürlich zu verkaufen. Diese Mission verfolgend, lag der Fokus der Setlist auf dem neuen Material. Attwenger schließen dabei einen Kreis. Überaus raffiniert werfen sie ihren 25-jährigen Erfahrungsschatz in den Ring, um ihn der Gegenwart gegenüberzustellen. Die Stücke werden wieder kürzer, auch moderne Gstanzln finden sich im aktuellen Live-Repertoire. Wenn Falkner die Harmonika quetscht und Binder wie in Trance das Tempo vorantreibt, fühlt man sich der Seligkeit nahe, Neudeutsch würde man von einem „legal high“ sprechen. Das kommt beim Publikum gut an. Dass die Musik dabei einen sich teils wiederholenden Charakter hat, ist zweifelsfrei Sinn der Sache; die Endlosschleife ist ein Fixstern im Attwenger-Universum.

Am Ende bleibt der Eindruck: Auch ein durchschnittliches Attwenger-Konzert ist ein absolutes Highlight.

Spot an: Markus Binder (Schlagzeug, Gesang, Maultrommel) und Hans-Peter Falkner (Steirische Harmonika, Gesang). Foto: VN/hf
Spot an: Markus Binder (Schlagzeug, Gesang, Maultrommel) und Hans-Peter Falkner (Steirische Harmonika, Gesang). Foto: VN/hf

Nächster Konzerttermin am Spielboden: Mi., 20. Mai, Peter Madsen and CIA play Silent Movies