Brückenbau ist im Zeitplan

Vorarlberg / 17.05.2015 • 18:59 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Neugestaltung der Einmündung Marktstraße ist Sache der Stadt.
Neugestaltung der Einmündung Marktstraße ist Sache der Stadt.

Neben dem Land greift auch Dornbirn für Großbaumaßnahmen rund um die Sägerbrücke tief in die Kasse.

Dornbirn. (ha) Der Bau der Sägerbrücke schreitet zügig voran. Eine Brückenhälfte steht vor der Fertigstellung, im Herbst ist der andere Teil an der Reihe. Auch die Stadt Dornbirn ist am Baulos beteiligt, unter anderem zuständig für Zufahrten, Straßengestaltung oder Einrichtungen für den öffentlichen Verkehr.

Rund 1,4 Millionen Euro beträgt der Beitrag der Stadt für das Straßenbaugroßprojekt zwischen der Kreuzung Sägerstraße/L 190 und der „Krone“-Kreuzung. Dornbirn ist unter anderem für die Neugestaltung der Anschlussstellen Marktstraße, Schützenstraße, Hintere Achmühlerstraße oder Sägerstraße in die Stadtstraße zuständig.

Grünfläche geopfert

Für den Bau einer eigenen Abbiegespur in Richtung Lustenau musste vor dem ehemaligen städtischen Pflegeheim ein großes Stück Grünfläche geopfert werden. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite wurde inzwischen der Baumbestand auf einem kleinen Grundstück zwischen Stadtstraße und dem Campus V radikal gerodet, um Platz für einen Kiosk und eine große überdachte Fahrradabstellanlage zu schaffen. Mit einer Breite von 35,5 Metern wird die neue Sägerbrücke doppelt so breit wie die alte, vierspurige Brücke aus dem Jahr 1962. Grund ist unter anderem die Verlegung von sechs umliegenden Bushaltestellen auf nur noch zwei Stationen mitten auf der Brücke.

Am Bau der beiden neuen Haltestellen hoch über dem Bett der Dornbirner Ache beteiligt sich Dornbirn mit gut einem Drittel der Kosten, 64 Prozent übernimmt der Bund, so Vizebürgermeister Martin Ruepp, der auch für die Einhaltung des vorgegebenen Kostenrahmens zuständig ist. Die Gesamtkosten für den Brückenneubau und Gestaltungsmaßnahmen im Umkreis belaufen sich auf rund 6,6 Millionen Euro. Der Löwenanteil entfällt auf das Land, da es sich um eine Landesstraße handelt.

Im September des kommenden Jahres sollten die Bauarbeiten abgeschlossen sein.

Arbeiten am Flussbett

Bereits im Vorfeld des Brückenbaus wurde die Sohle der Dornbirner Ache tiefer gelegt, um bei einem größeren Hochwasserereignis Verklausungen durch Baumstämme und Geäst, verbunden mit einem möglichen Wasserstau, zu verhindern.

Die im Bau befindliche Bushaltestelle auf der Sägerbrücke lässt eine außergewöhnliche Architektur erahnen. Fotos: Hagen
Die im Bau befindliche Bushaltestelle auf der Sägerbrücke lässt eine außergewöhnliche Architektur erahnen. Fotos: Hagen