Gedanken zur
Steuerreform

Leserbriefe / 17.05.2015 • 18:28 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Großes wurde von ihr erwartet, geboren wurde ein Mäuslein. Die Tarifreform, das einzig Positive, jedoch völlig ungenügend, in drei bis vier Jahren wieder aufgefressen durch die kalte Progression. Große Brocken wurden gar nicht angedacht, stattdessen vergreift man sich an Schnittblumen, Tierfutter usw., schafft ein neues Bürokratiemonster mit 13 Prozent Umsatzsteuer, auch für Hotelübernachtungen – im Tourismusland Österreich. Überhaupt hat man den Eindruck latenter Unternehmerfeindlichkeit. Betriebsübertragungen werden erschwert, der Verkehrswert als Steuerbasis eine vorprogrammierte Streitquelle. Die Registrierkassenpflicht für Kleinstbetriebe, eine überschießende Verpflichtung. Muss die Liebesdienerin auch eine Registrierkasse anschaffen? Am besten mit Namensausdruck. Die Gegenfinanzierung ist zum Großteil reine Traumtänzerei. Bekämpfung der Steuerhinterziehung: Was war denn bisher? Wir haben jedenfalls schon die Finanzpolizei, die sich häufig aufführt wie der Elefant im Porzellanladen. Die Durchforstung des Förderungs­dschungels ist völlig ungenügend. Die Bekämpfung des Sozialbetrugs ist gut und recht und notwendig. Das Verschaffen und Verharren in Bezugs- und Pensions­privilegien ist auch Sozialmissbrauch. Spannend wird die Sache, wenn die Wirtschaft schwächer wird, mit weniger Steuereinnahmen. Es ist zu befürchten, dass abgeschaffte Steuern wieder eingeführt werden und neue dazu, ein Minister Hundstorfer träumt von einer Wertschöpfungsabgabe, der Kanzler von einer Millionärssteuer. Man kann dann ja zur Not noch unsere Sparguthaben plündern.

Dr. Rudolf Rudari,

Felderstraße 5,

Bürs