Lech begrüßt neue Skischaukel

Vorarlberg / 17.05.2015 • 20:27 Uhr / 3 Minuten Lesezeit

Wichtiger Beschluss für die Umsetzung: Lecher Gemeindevorstand für Skischaukelbau.

Zürs, Lech. Bahnanlagen mit einer Gesamtlänge von rund sieben Kilometern und eine Investition von mehr als 35 Millionen Euro. Das sind die wichtigsten Fakten der Skischaukel am Arlberg (Grafik). Als Betreiber des Großprojekts fungieren die Ski Zürs AG sowie die Stubener Bergbahnen. Projektführer ist die Ski Zürs AG. Wie in den VN bereits mehrfach berichtet, wollen die Liftbauer bereits heuer mit den Bauarbeiten beginnen. Jetzt sind sie gemäß Insidern in Sachen Verfahren der gewünschten Umsetzung ein großes Stück näher gerückt.

Einstimmig für Umsetzung

Nach anfänglichem Zögern wegen einer drohenden Unterwanderung der freiwilligen Limitierung der Tageskarten auf 14.000 Skifahrer hatte die Gemeinde Lech die Betreiber zur Vorstellung des Projekts ins Rathaus eingeladen. In der Folge stimmte der Lecher Gemeindevorstand ab. „Wir sind einstimmig zum Schluss gekommen, dass mit der Umsetzung des Vorhabens die Skiregion Arlberg eine Aufwertung erfährt“, sagt der Lecher Bürgermeister Ludwig Muxel auf Anfrage der VN.

Ticketlimitierung vom Tisch

Auch in der neuen, personell aufgestockten Lecher Gemeindevertretung werde das Großprojekt durchwegs positiv beurteilt. Darüber hinaus sei jetzt auch die Frage der Ticketlimitierung vom Tisch. Muxel: „Alle an diesem Projekt Beteiligten haben eine Vereinbarung unterzeichnet, in der die freiwillig auferlegte Limitierung von täglich 14.000 Wintersportlern auf den Skipisten festgeschrieben ist.“ Er gehe davon aus, dass die Behörde das Verfahren in den nächsten Wochen zu einem positiven Abschluss bringen und heuer noch mit den ersten Bauarbeiten begonnen werden könne, meint Muxel.

„Ein laufendes Verfahren“

In der Bezirksbehörde Bludenz, die das Verfahren abwickelt, und im Dezember des Vorjahrs zur ersten Bauverhandlung geladen hatte, hält man sich im Hinblick auf die Ausstellung eines Baubescheids freilich noch zurück und verweist auf ein nach wie vor laufendes Verfahren. Fakt ist, dass die Pläne laut Experten keiner Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) unterzogen werden müssen. Durch den Bau werde kein Quadratmeter neue Piste gebaut. Noch seien allerdings Gutachten ausständig, erst nach ihrem Vorliegen werde über den Baubescheid entschieden.

Naturschutz bleibt bei Kritik

Bei Vorarlbergs Naturschutzanwaltschaft in Dornbirn bleibt man freilich ungeachtet der Entscheidung der Gemeinde Lech bei der ablehnenden Haltung. Auch die rund 140 Busfahrten zwischen Lech und der Alpe Rauz, die man sich durch den Liftbau erspart, vermögen die Naturschützer nicht umzustimmen. Als Naturschutzanwältin verweist Katharina Lins darauf, dass das Vorhaben nur mit massiven und großflächigen Eingriffen in die naturnahe Landschaft umsetzbar ist.