Staufreie Fahrt über den Arlbergpass

Vorarlberg / 17.05.2015 • 18:34 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Seit einem Monat heißt es über den Arlbergpass ausweichen.
Seit einem Monat heißt es über den Arlbergpass ausweichen.

Arlbergtunnel-Sperre: Verkehr am Pass teils zähflüssig, aber ohne Komplikationen.

Klösterle. (VN-sas) Der Verkehr über den Arlbergpass ist am vergangenen verlängerten Wochenende nicht so schlimm wie befürchtet über die Bühne gegangen, informiert Michael Nachbaur, Verkehrsreferent des Bezirkspolizeikommandos Bludenz. „Es ist zu keinen Staus oder längeren Zeiteinbußen gekommen“, sagt er. Nur geringfügig zähflüssigen Verkehr ab Langen hätten die Verkehrsteilnehmer in Kauf nehmen müssen.

Mario Gmeiner von
der Landesverkehrsabteilung Bregenz hat die konkreten Zahlen: „Seit Donnerstag wurden 116 Lkw kontrolliert, 26 davon mussten zurückgeschickt werden.“ Auch 21 Pkw mit schwerem Anhänger mussten umdrehen.

Pfingstwochenende abwarten

Laut Michael Nachbaur hat sich die Zahl jener Fahrzeuge, die zurückgeschickt werden müssen, mittlerweile eingependelt. Während am ersten Tag der Sperre des Arlbergtunnels noch fast die Hälfte der kontrollierten Lkw kehrtmachen musste, seien es aktuell rund zehn Prozent. „Die Zurückweisungen wollen wir aber noch mehr dezimieren.“ Bis zu 120 Fahrzeuge werden derzeit wochentags in Stuben kontrolliert. Florian Morscher, Bürgermeister von Klösterle: „Die Kontrollen laufen tadellos und sollen auch hinkünftig so weiterlaufen.“ Nun heiße es, das Pfingstwochenende abzuwarten, an dem erneut mit einem höheren Verkehrsaufkommen gerechnet wird.

Seit einem Monat ist der Arlbergtunnel aufgrund
von Sanierungsmaßnahmen, die bis November andauern werden, in beide Richtungen für den gesamten Verkehr gesperrt. Wichtigste Alternativroute ist der Arlbergpass. An Spitzentagen im Sommer rechnen Experten mit bis zu 20.000 Fahrten über den Pass: Eine nie dagewesene Extremsituation für Anrainer, Verkehrsteilnehmer und Exekutive. Drei bis vier Beamte kontrollieren täglich an einem in Stuben eigens eingerichteten Verkehrskontrollplatz das Geschehen. Denn nicht jedem ist die Fahrt über den Pass gestattet: So gilt für Lkw mit Anhänger sowie für Sattelkraftfahrzeuge für die Dauer der Vollsperre des Arlbergtunnels ein generelles Fahrverbot über den Pass. Diese Fahrzeuge müssen großräumig ausweichen. Nur ein klar definierter Ziel- und Quellverkehr, sofern die Basis in den Bezirken Feldkirch, Bludenz oder Landeck liegt oder dort Ladetätigkeiten durchzuführen sind, ermöglicht es auch Lkw mit Anhänger und Sattelkraftfahrzeugen, den Pass zu befahren.

Verschärfte Regeln

Am Wochenende und an Feiertagen herrschen verschärfte Rahmenbedingungen: Von Samstag, 9 Uhr, bis Sonntag, 22 Uhr, besteht für Lkw samt Anhänger sowie Sattelkraftfahrzeuge generelles Fahrverbot. Auch Kombis mit Anhänger oder Wohnwagen, die schwerer als 750 Kilogramm sind, dürfen die Ausweichroute am Wochenende nicht passieren.

Am vergangenen Wochenende kam es in beiden Richtungen vereinzelt zu zähflüssigem Verkehr, aber keinen Staus. Fotos: VN/ps, fd 
Am vergangenen Wochenende kam es in beiden Richtungen vereinzelt zu zähflüssigem Verkehr, aber keinen Staus. Fotos: VN/ps, fd