Auf Hochzeit sechs Menschen erschossen

Welt / 18.05.2015 • 22:42 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

belgrad. Über die Tat eines Amokläufers in Serbien, der aus Wut über die Hochzeit seines Sohnes am Sonntag sechs Menschen erschoss, werden immer mehr Einzelheiten bekannt. Eine Frau sei lebensgefährlich verletzt worden, berichteten Medien  am Montag in Belgrad. Der Mann dieser angeschossenen Frau erschlug den Angaben zufolge den Amokläufer und rief die Polizei.

Die Behörden hielten sich mit Angaben zu dem Fall zurück. Der Serbe sei mit der Hochzeit seines Sohnes nicht einverstanden gewesen, hatte die Polizei als Motiv genannt. In der Nacht auf Sonntag sei er nach der Hochzeitsfeier gegen seine geschiedene Frau gewalttätig geworden und von der Polizei festgenommen worden. Nach seiner Freilassung Sonntagfrüh holte er nach diesen Informationen seine Jagdwaffe von zu Hause und erschoss die früheren Schwiegereltern. Dann fuhr er in ein zweites Dorf und ermordete seine 25-jährige Schwiegertochter, seine frühere Frau und deren Eltern. Seinen Sohn, den Bräutigam, verschonte er. Die Hochzeit war am Samstag mit etwa 200 Gästen gefeiert worden. Für Sonntag war der zweite Festtag geplant. Psychologen versuchten, das Verhältnis der Gesellschaft zur Gewalt zu erklären. „Unsere Gesellschaft ist tief gestört“, sagte etwa der Experte Aleksandar Dimitrijevic dem TV-Sender B92.