Countdown zum größten Musikevent des Jahres

Extra / 18.05.2015 • 17:12 Uhr / 5 Minuten Lesezeit
Es fehlen nur noch die Künstler, die Song-Contest-Bühne mit einer Breite von 44 Metern steht.
Es fehlen nur noch die Künstler, die Song-Contest-Bühne mit einer Breite von 44 Metern steht.

Nach 48 Jahren wird der Eurovision Song Contest wieder in Österreich ausgetragen.

Wien. Der Eurovision Song Contest zählt mit rund 200 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauern zum größten TV-Unterhaltungsevent der Welt. Schon einmal richteten sich die Augen der Eurovision-Song-Contest-Community auf Wien: Dank Udo Jürgens’ Sieg im Jahr 1966 wurde die Bundeshauptstadt ein Jahr später zum Austragungsort des 12. Grand Prix de la Chanson. Der Sieg von Conchita Wurst im vergangenen Jahr in Kopenhagen hat es für Österreich zum zweiten Mal in der 60-jährigen Geschichte des ESC möglich gemacht, sich mit der größten Unterhaltungsshow international zu präsentieren – von Europa bis nach Australien. Nach der herausragenden Leistung im letzten Jahr wird Österreich heuer als Gastgeberland neben den Fixstartern Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Spanien und Australien gleich im Finale sein Bestes geben. 33 Länder werden noch kämpfen müssen, um einen der restlichen 20 Finalplätze zu ergattern.

Der Weg zum Finale

Österreichs Song-Contest-Hoffnung in diesem Jahr: Die Rockband „The Makemakes“ mit ihrer Ballade „I Am Yours“, die im großen Finale mit der Startnummer 14 ins Rennen um den Titel gehen werden.

Die Eröffnung des Eurovision Village, Halbfinal-, Jury- und Family-Shows und zahlreiche weitere Termine ebnen den Weg zum Finale des 60. Eurovision Song Contests, der in diesem Jahr unter dem Motto „Building Bridges“ steht. Doch erstmals so richtig ernst wird es heute, Dienstag, wenn 16 Nationen, darunter etwa die finnischen Vertreter Pertti Kurikan Nimipaivat und die Niederländerin Trijntje Oosterhuis, im ersten Halbfinale um den Einzug in das Finale rittern. Am Donnerstag, nach dem zweiten Halbfinale, werden die Finalisten schließlich feststehen. Beide Veranstaltungen werden ab 21 Uhr live im ORF übertragen.

Hoffnung auf „12 Points“

Ein letztes Mal Durchschnaufen vor dem großen Eurovision-Song-Contest-Finale lässt sich am Freitag, wenn das Eurovision Village ganz im Zeichen der „Queen of Austria“, Conchita Wurst, steht.

Richtig mitfiebern wird Österreich schließlich am Samstag, den 23. Mai 2015. Dann geht in der Wiener Stadthalle das große Finale über die Bühne, bei dem nicht zuletzt Österreich erneut um die Gesangskrone und auf möglichst viele „12 Points“ kämpfen wird. Wir drücken jedenfalls die Daumen!

Wussten Sie, dass . . .

. . . Österreich am ersten „Grand Prix Eurovision“ 1956 nicht teilgenommen hat? Das Land hatte nämlich die Anmeldefrist verpasst. Insgesamt blieb Österreich dem Song Contest neun Mal freiwillig fern.

. . . Österreich bei der ersten Teilnahme
1957 durchgefallen ist? Bob Martin sang „Wohin, kleines Pony?“ und landete damit
auf dem letzten Platz.

. . . Udo Jürgens erst in seinem dritten Anlauf 1966 den Grand Prix nach Österreich holte? Der Sänger hatte bereits in den Jahren 1964 und 1965 am Song Contest teilgenommen. 1966 holte er den Titel mit „Merci, Chérie“.

. . . Österreich bei insgesamt 48 Teilnahmen zehn Kandidaten ins Rennen schickte, deren Geburtsland nicht die Alpenrepublik war? Der Tscheche Karel Gott belegte 1968 mit dem von Udo Jürgens geschrieben Song „Tausend Fenster“ in London Platz 13.

. . . von Nachbarschaftshilfe zwischen Deutschland und Österreich oft nichts zu sehen war? In 47 gemeinsamen Jahren mit
gegenseitiger Wertung vergab Deutschland 30 Mal null Punkte an Österreich. 21 Mal null Punkte gab es von Österreich dafür retour.

. . . Österreich das erste Land war, das
seine Teilnahme aus politischen Gründen zurückzog? Beim Song Contest 1969 in
Madrid demonstrierte das Land so gegen die in Spanien herrschende Franco-Diktatur.

. . . Conchita Wursts Siegersong „Rise like
a Phoenix“ aus der Feder eines Kinderliedautors stammt? Ali Zuckowski, der Sohn
des Kinderliedautors Rolf Zuckowski, schrieb den Song eigentlich für ein anderes Projekt und holte ihn vier Jahre später für den Song Contest wieder aus der Schublade.