Der Countdown im Kampf um Europa

Sport / 18.05.2015 • 21:38 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Jan Zwischenbrugger hat mit Altach den Sieg in Ried im Visier.Foto: gepa
Jan Zwischenbrugger hat mit Altach den Sieg in Ried im Visier.
Foto: gepa

Cashpoint Altach muss heute (19 Uhr) im Innviertel gegen Ried vorlegen.

Altach, Ried. Drei Spieltage vor Meisterschaftsende ist der Kampf um Europa endgültig zu einem Dreikampf geworden. Gerade einmal ein Punkt trennt das Trio Sturm, Altach und Wolfsberg. „Wir haben es noch immer in der eigenen Hand“, sieht Damir Canadi, Trainer der Cashpoint-Elf dennoch keinen erhöhten Druck auf seiner Mannschaft lasten. So ist es denn auch nicht die Tabelle, die den 45-Jährigen interessiert, sondern vielmehr die Suche nach der Möglichkeit, dass sich die guten Leistungen von zuletzt auch auf dem Punktekonto niederschlagen. „Ich habe ein positives Gefühl“, sagt Canadi und lässt sich auch nicht von Gedanken ob des gedrängten Spielplans („Wir kennen ja die Termine schon lange“) oder der vielen Ausfälle ablenken.

Zu Umstellungen ist auch der gegnerische Trainer gezwungen, fallen doch vier Spieler aus, der Einsatz fünf weiterer Akteure ist zumindest fraglich. Vielleicht lässt sich daraus der Aufmacher auf der Rieder Homepage erklären, wo mit dem Motto „Rieder JUNGs gegen ALTacher“ die Partie von heute Abend beworben wird. Alt aussehen aber wollen die Alt­acher auf keinen Fall. Vielmehr zeigen die Vorarlberger, die mit einem vollen Erfolg einen Siegrekord (16) für einen Aufsteiger in der Bundesliga aufstellen können, ihr Selbstbewusstsein. „Wir fahren als Favorit nach Ried und wollen einen Sieg einfahren“, bringt es Canadi auf den Punkt.

Zumindest an der Einstellung sollte es nicht scheitern, dafür hat der Coach vorgesorgt. Er beschreibt die Rieder, bei denen Coach Oliver Glasner aus seiner Zeit bei RB Salzburg die „Bullen-Philosophie“ mit ins Innviertel genommen hat, als zweikampfstark („Auch wenn nicht mit der individuellen Klasse von Salzburg ausgestattet“), als Mannschaft, die schnell in die Tiefe spielt und für jeden Gegner unangenehm ist. „Wir wissen, was sie wollen“, ist sich Canadi sicher und fordert von seinen Schützlingen „präsent“ zu sein. „Wenn wir unsere Hausaufgaben erledigen, dann wird es auch so bleiben“, lässt er sich schließlich doch noch eine Kampfansage in Richtung der Gegner um die beiden Europacup-

Plätze entlocken. Gemeint ist die Absicherung des vierten Tabellenplatzes.

Ein Wiedersehen

Wenn Altachs Verteidiger Jan Zwischenbrugger heute zum 41. Mal in einem BL-Spiel aufläuft, dann wird er sich gut an seine kurze Zeit in Ried erinnern. Das Frühjahr 2014 verbrachte der 24-jährige Bregenzerwälder beim Klub aus Oberösterreich. Acht Spiele bestritt er in dieser Zeit für Ried, wo er auch erstmals als Innenverteidiger zum Einsatz kam. In Altach hat sich der Rechtsfuß zu einer stabilen Größe in der Altacher Hintermannschaft entwickelt. Im Fokus steht mit dem Deutschen Felix Roth auch ein weiterer Teamkollege. Der 27-jährige Mittelfeld-

spieler, dessen Vertrag nicht mehr verlängert wird, soll im Fokus des Tiroler Traditionsklubs Wacker Innsbruck sein.