Leopold Figl,
der Vater des
Staatsvertrags . . .

Leserbriefe / 18.05.2015 • 18:44 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

. . . und einer der prominentesten Kämpfer für Österreichs Selbstständigkeit hat den Respekt der gesamten Republik Österreich verdient. Er war über alle Partei- und Konfessionsgrenzen hinweg geachtet und respektiert. Seine Person und sein Tun werden im Jubiläumsjahr 2015 von Historikern gewürdigt und beleuchtet. Die wohl treffendste Charakterisierung seiner Person aber formulierte einst der angesehene und unbefangene Zeitzeuge Figls, nämlich Kardinal Dr. Franz König im Mai 1965 an seinem Grab. Der Kardinal sagte damals, dass Figl verantwortungsvolle Ämter bekleidet habe. Er habe hohe und höchste Ehren erreicht, sei aber im Grunde immer das geblieben, was er war: ein Bauernsohn mit seiner schlichten Gläubigkeit, seiner Herzlichkeit, seiner Bescheidenheit, seiner Zähigkeit, seinem Fleiß, seinem Mut und seinem unbeirrbaren Optimismus. Wie gut täte es der Republik Österreich heute, wenn sich im Jubiläumsjahr 2015 die Politiker bemühen würden, sich einige der von Kardinal König gewürdigten Charakterzüge Leopold Figls anzueignen.

Hugo Waldner, Freien 58, Egg