Startschuss zum landesweiten Kräftemessen der Poly-Schüler

Vorarlberg / 18.05.2015 • 21:27 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Die 16-jährige Laetitia Elsener ist eines von zwei Mädchen im Landeswettbewerb in der Fachrichtung Bau.  Foto: VN/Hartinger.
Die 16-jährige Laetitia Elsener ist eines von zwei Mädchen im Landeswettbewerb in der Fachrichtung Bau. Foto: VN/Hartinger.

Beim Landeswettbewerb der Vorarlberger Polytechnischen Schulen treten rund 130 Teilnehmer an.

Dornbirn. (VN-db) Handwerkliche und kreative Talente stellen sich vom 18. bis 26. Mai 2015 beim Wettbewerb der Polytechnischen Schulen (PTS) unter Beweis. In sieben Fachrichtungen (Bau, Metall, Holz, Handel und Büro, Elektro, Tourismus und Dienstleistungen) treten rund 130 motivierte Schüler an, um sich der Konkurrenz und dem Urteil einer fachmännischen Jury zu stellen. „Die Teilnehmer können beim Wettkampf zeigen, was sie in diesem Schuljahr in Theorie und Praxis gelernt haben. Letztlich wird eine Fachkraft durch den Erwerb von Kompetenzen interessant für die Wirtschaft“, betont Gerd Sauerwein, Direktor der PTS Feldkirch.

Orientieren, lernen, reifen

Die PTS bieten Jugendlichen nach Abschluss der Haupt- beziehungsweise Mittelschule oder der AHS-Unterstufe interessante Ausbildungszweige. Kontakte zur Wirtschaft und zu erfahrenen Praktikern aus Handwerk, Gewerbe, Industrie, Handel und Tourismus werden von den Verantwortlichen gepflegt. Den Absolventen stehen von der dualen Ausbildung, der Berufsreifeprüfung bis hin zum Einstieg in berufsbildende mittlere und höhere Schulen alle Wege offen. Schullandesrätin Bernadette Mennel betonte im Rahmen der Auftaktveranstaltung am 18. Mai 2015 den hohen Stellenwert der PTS in Vorarlberg: „80 Prozent der Absolventen ergreifen einen Lehrberuf. Die Anerkennung des Schultyps bei den heimischen Unternehmen ist sehr hoch und dient zur Sicherung des Wirtschaftsstandorts Vorarlberg.“

An den elf PTS im Land werden in diesem Jahr etwa 1200 Schüler unterrichtet. Rund 25 Prozent aller Pflichtschulabgänger entscheiden sich für diesen Schultyp. „Der einjährige Unterricht gibt den Jugendlichen die Möglichkeit, sich zu orientieren, zu lernen und zu reifen“, sagt Karin Engstler, Landesschulinspektorin für allgemeinbildende Pflichtschulen.

Unter den Schülern ist die Bereitschaft zum Wettbewerb groß. Das bestätigt auch Sauerwein: „In den meisten Bereichen müssen Vorausscheidungen getroffen werden, weil das Interesse größer ist als die Zahl der zur Verfügung stehenden Plätze.“ Motiviert geht auch Laetitia Elsener in den Wettkampf. Sie ist eine von zwei Mädchen im Fachbereich Bau. „Meine Kollegin und ich waren die Besten an der PTS in Bludenz. Jetzt wollen wir allen zeigen, was wir können“, sagt die 16-Jährige.

Ticket zum Bundeswettbewerb

Im Rahmen der feierlichen Siegerehrung werden die Landesmeister aus allen sieben Fachbereichen am 27. Mai 2015  im Landhaus Bregenz verkündet und ausgezeichnet. Sie dürfen Vorarlberg bei den Bundeswettbewerben vertreten.