Unendliche, fragile Facetten der Liebe

Leserservice / 18.05.2015 • 16:17 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Die Bühne wird zum Zuschauerraum, der Zuschauerraum zur Bühne: Eine aufregende, musikalische Exkursion durch den fremd-vertrauten Kontinent der Liebe beginnt. foto: Anja Köhler/vlbg. Landestheater
Die Bühne wird zum Zuschauerraum, der Zuschauerraum zur Bühne: Eine aufregende, musikalische Exkursion durch den fremd-vertrauten Kontinent der Liebe beginnt. foto: Anja Köhler/vlbg. Landestheater

Saisonabschluss des Landestheaters mit „Lantana“.

18:00 + 21:00 Theater am Kornmarkt, bregenz. „Lantana“ ist eine aufregende, musikalische Exkursion durch den fremd-vertrauten Kontinent der Liebe. Perspektivenänderung auch für das Publikum: Die Große Bühne des Landestheaters wird zum Zuschauerraum, der Zuschauer­raum zum Spielort – daher freie Platzwahl!

„Lantana“ ist eine Geschichte der Wendungen und Verwandlungen, in die das Publikum mit hineingenommen wird, wenn sich der Theaterraum verkehrt, und es so zu neuen Betrachterperspektiven in doppeltem Sinn verführt. Wie das giftige Röschen Lantana,­ so bilden menschliche­ Beziehungen im Stück ein Dickicht der Sehnsucht, von Wut, Verzweiflung, Freude, Begehren, Verbrechen und Liebe. Es ist ein
Vexierspiel; zwischen den auftretenden Personen und ihren Geschichten gibt es mannigfache, verwirrende Querverweise, Überblendungen, Variationen von zunächst recht alltäglichen Geschichten. „Lantana“ zeigt Menschen, die sich selbst und den Partner belügen und sich dadurch verfehlen. Es geht um die Macht der Gewohnheit, um Krisen, die notwendig sind, um das Schweigen zu brechen und einen Neubeginn möglich zu machen. Souverän verwebt der Autor verschiedene Erzählstränge und Gattungen – eine Geschichte der Wendungen, der Irrungen und Wirrungen.

Die heutige Premiere wird mit einer Doppelvorstellung begangen. Weitere Aufführungen stehen bis 21. Juni auf dem Programm.