Wöchentlicher Asylgipfel

Politik / 18.05.2015 • 22:25 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Unterbringung von Flüchtlingen in einer Zeltstadt in Linz.  FOTO: APA
Unterbringung von Flüchtlingen in einer Zeltstadt in Linz. FOTO: APA

Innenministerin bestellt Länder jetzt regelmäßig zum Flüchtlingsgipfel nach Wien.

wien. (VN-fei) Bis Flüchtlinge nicht mehr auf Zeltlager angewiesen sind, wird im Innenministerium wöchentlich am Donnerstag ein Asylgipfel stattfinden, kündigte VP-Ressortchefin Johanna Mikl-Leitner am Montag an.

Österreich sei derzeit mit einer dramatisch steigenden Zahl an Kriegsflüchtlingen konfrontiert, erklärte Mikl-Leitner. Bis Ende April seien 14.225 Asylanträge registriert worden, ein Plus von 160 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Derzeit würden in Österreich 35.000 Asylwerber grundversorgt, um 12.000 mehr als vor einem Jahr. 3800 Personen davon würden vom Bund versorgt, 1000 von ihnen nur deshalb, weil die Bundesländer noch keinen Platz für sie anbieten können. Die Kapazitäten des Bundes hätten sich verdoppelt, jene der Länder verdreifacht. In Vorarlberg leben derzeit 1407 Asylwerber, berichtet Sicherheitslandesrat Erich Schwärzler: „Die Zahl steigt an. Ich bin froh, dass sich immer wieder Private und Gemeinden mit Quartieren melden.“

Weitere Asylanten in Zelten

Am Montag sind indes weitere Flüchtlinge von den Erstaufnahmestellen in die kürzlich errichteten Zeltlager überstellt worden: Von Traiskirchen aus kamen 75 weitere Menschen in die umstrittenen Übergangsquartiere. Damit leben derzeit in Thalham, Linz und Salzburg 236 Asylanten in Zeltlagern.