Der Hecht im Karpfenteich

Sport / 19.05.2015 • 21:27 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Skipper Max Trippolt mit seiner Crew nutzt die guten Windverhältnisse zu Trainingseinheiten. Foto: Thüringer
Skipper Max Trippolt mit seiner Crew nutzt die guten Windverhältnisse zu Trainingseinheiten. Foto: Thüringer

Max Trippolt mit Crew als Außenseiter beim Matchrace Germany vor Langenargen dabei.

Langenargen. (VN-HT) Bei der 18. Auflage des Matchrace Germany morgen bis Pfingstmontag vor Langenargen möchte erstmals eine Vorarlberger Crew unter Steuermann Max Trippolt mitmischen. Die Equipe des Yachtclubs Bregenz trifft allerdings auf mächtige Gegner: Unter anderen auf den Schweizer Eric Monnin, vierter der Weltrangliste oder den Dänen Joachim Aschenbrenner, Nummer neun im ISAF-Ranking. Weitere klingende Namen der Segelszene befinden sich unter den zwölf gemeldeten Teams beim einzigen Bewerb der World Matchracing-Tour in Deutschland.

Umbesetzung hat sich bewährt

Der 24-jährige Trippolt, der zusammen mit Hanno Sohm, Benedikt Höss, Jodok Küng und Tobias Köb antritt, nimmt Rang 42 auf der Weltrangliste ein, ist optimistisch, hat aber Respekt vor der hochklassigen Konkurrenz. Vor Kurzem erst trat die Crew beim Nationscup in Dublin an, wo die Ausscheidung für die europäischen Teilnehmer lief. Die besten zwei kamen weiter. Trippolt landete auf den guten sechsten Platz, verfehlte damit aber die Qualifikation. „Wir mussten nach den neuen Regeln der ISAF segeln, die auch beim Matchrace in Langenargen gelten, haben wertvolle Erfahrungen gesammelt und Tricks probiert, die wir hier hoffentlich anwenden können“, berichtet Skipper Trippolt. Auch die Neueinteilung der Crewplätze an Bord bewährte sich.

Besonders interessant wird der Einsatz der Konstanzer Crew des Schüler-Segelclubs unter Altmeister Tim Kröger und einer weiteren Mannschaft aus Konstanz unter Tino Ellegast. Beide bringen viel Erfahrung im Revier mit und sind erfolgshungrig. Der Wiener Christian Binder auf Weltranglistenplatz 40 ist ebenso kein Unbekannter. Man wird sehen, ob sich die Erfahrung der Alten oder der Ehrgeiz der Jungen durchsetzt. In Dublin wurde auf J-80-Booten gesegelt, in Langenargen stehen Bavaria 40 S zur Verfügung, die im Handling wesentlich schwerfälliger sind und viel langsamer auf die Steuerbewegungen reagieren. Gerade in der Vorstartphase werden jedoch in raschen Täuschungsmanövern entscheidende Vorteile erkämpft. „Wir werden uns daran gewöhnen müssen“, meint der trotz seiner Jugend erfahrene Skipper Trippolt pragmatisch. „Es haben ja alle das gleiche Material.“

Heute besteht die Möglichkeit, sich auf das Boot einzustellen. Morgen beginnt der Bewerb mit den Round Robin – jeder fährt gegen jeden – denen die Viertel-, Halb- und Finalläufe im K.-o.-System folgen.

Ich hoffe, dass wir die Erfahrung im Revier im Wettkampf zu unseren Gunsten nutzen können.

Max Trippolt