Ein Weltretter in der Zukunft

Kultur / 19.05.2015 • 18:18 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
George Clooney landet als frustrierter Wissenschaftler in der Zukunft. Foto: Walt Disney
George Clooney landet als frustrierter Wissenschaftler in der Zukunft. Foto: Walt Disney

Im Science-Fiction-Film „A World Beyond“ landet George Clooney im geheimnisvollen „Tomorrowland“.

Science Fiction. Im Disney-Film „A World Beyond“ will George Clooney in der Zukunft als Wissenschaftler mit Hilfe der jungen Casey die Welt retten. Denn die ist in Gefahr. Dahinter steckt – wenig überraschend – ein Schurke, der die Erde vernichten möchte. Leider schafft es der Science-Fiction-Streifen nicht, diese Geschichte trotz eines vielversprechenden Anfangs aufregend zu gestalten. Bis der alte Forscher Frank und seine Gefährtin endlich nach „Tomorrowland“ aufbrechen und dort etwas erleben, sind die 130 Minuten fast schon vorbei. Erst in den letzten 40 Minuten gewinnt das Abenteuer des eigentlich Action-gewohnten Regisseurs Brad Bird etwas an Fahrt.

Dort ist alles möglich

„Tomorrowland“ gibt es schon ziemlich lange: 1955 erschuf Walt Disney die Welt in seinem Disneyland als Themenbereich. Der Film greift diesen Zusammenhang auf, wie auch schon „Fluch der Karibik“. 1964 wird das Wunderland bei der Weltausstellung in New York präsentiert. Als Kind mit großem Forscherdrang will Frank (in jungen Jahren: Thomas Robinson) dort seine Erfindung präsentieren: Einen Raketen-Rucksack, mit dem Menschen wie Iron Man durch die Lüfte düsen können. Doch keiner interessiert sich für ihn. Trotzdem gibt Frank nicht auf und lernt die hübsche gleichaltrige Athena kennen, die ihm ein Ticket in das wahre „Tomorrowland“ zusteckt. Die schlauesten und kreativsten Wissenschaftler aller Zeiten haben sich diesen utopischen Ort erträumt und ihre Ideen realisiert. Dort ist alles möglich.

Jahrzehnte später findet auch Casey (Robertson) so einen Chip, wie er für Einkaufswägen oder als Eintrittsmarke verwendet wird. Berührt sie ihn, wird sie schlagartig in die Zukunft versetzt. Statt eines tristen Polizeireviers ist sie plötzlich inmitten eines goldgelben Kornfeldes. In der Ferne ragt die faszinierende Skyline einer futuristischen Stadt empor. Doch wie immer in der Geschichte der Menschheit gibt es auch in „Tomorrowland“ das Böse. Es hält dort Einzug in Gestalt des Wissenschaftlers David Nix (Laurie).

Er bedient sich einer Armee von Robotern, um seine Ziele zu verfolgen. Gemeinsam mit Frank und der mysteriösen Athena (sehenswert: Raffey Cassidy) will Casey ihm das Handwerk legen. Denn die Zukunft ist in dem Film bei allen technischen Raffinessen und Errungenschaften nicht unbedingt ein verheißungsvoller Ort.

Unterhaltsam und liebevoll

Liebevoll gemacht sind die vielen Science-Fiction-Spielereien. Da ist etwa das Kaufhaus „Blast from the Past“, in dem ein schräges Paar Sci-Fi-Nostalgie verkauft: Comicbücher, Star-Wars-Figuren und andere Sammlerstücke.

Unterhaltsam auch die technischen Errungenschaften aus „Tomorrowland“ wie eine fliegende Schwebebahn oder Plasmawaffen und die Idee, dass der Pariser Eiffelturm in Wirklichkeit eine gigantische Raketenstartrampe ist. Technische Spielereien, die vor allem jüngeren Zuschauern Freude bereiten dürften.

Filmdetails

» Regie: Brad Bird
» Hauptdarsteller: George Clooney, Britt Robertson, Judy Greer, Kathryn Hahn, Hugh Laurie

» läuft ab 21. Mai im Kino