Erdrutsch forderte mehr als 60 Todesopfer

Welt / 19.05.2015 • 22:50 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Die Schlammlawine soll alle Häuser am Flussufer auf einer Länge von zehn Kilometern zerstört haben.  Foto: Reuters
Die Schlammlawine soll alle Häuser am Flussufer auf einer Länge von zehn Kilometern zerstört haben. Foto: Reuters

Bogotá. Nach der tödlichen Flut und einer Schlammlawine in einem kolumbianischen Gebirgsort war am Dienstag das Ausmaß der Katastrophe noch nicht völlig absehbar. Die Zahl der Toten in Salgar stieg nach Angaben der Behörden auf 62. Suchmannschaften suchten in den Geröllmassen nach rund 100 Vermissten. Das von schweren Regenfällen ausgelöste Unglück überraschte die rund 18.000 Einwohner des 100 Kilometer westlich von Medellín gelegenen Ortes in der Nacht zum Montag im Schlaf. „Wir wissen nicht, wie viele Menschen noch verschollen sind“, sagte Staatschef Juan Manuel Santos nach einem Flug über das betroffene Gebiet. Santos erklärte den Notstand. Kolumbiens zerfurchte Topographie in einer von Erdbeben heimgesuchten Region an der Nordspitze der Anden macht das Land zu einem der anfälligsten Gebiete für Naturkatastrophen in Lateinamerika.