Inzestdrama überzeugt bei Filmfestspielen

Kultur / 19.05.2015 • 22:23 Uhr / 1 Minuten Lesezeit

Cannes. Mit einem ungewöhnlich inszenierten Inzestdrama hat die französische Regisseurin Valérie Donzelli Anspruch auf einen der Hauptpreise beim Filmfestival Cannes angemeldet. Lose basierend auf wahren Begebenheiten erzählt Donzelli in „Marguerite et Julien“ die Geschichte der Geschwister Marguerite und Julien de Ravalet. 1603 wurden sie wegen Ehebruchs und Inzest in Paris zum Tod verurteilt.

Die Französin ergreift überraschend klar Partei für die Geschwister. Was den Film aber herausstechen lässt, ist Donzellis Erzählform. Ihr Werk ist in Teilen als historischer Kostümfilm inszeniert, enthält aber moderne Elemente und wirkt zeitlos.