Zumtobel leuchtet hell wie nie

Markt / 19.05.2015 • 22:25 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Gute Zeiten für den international tätigen Lichtkonzern. Noch nie in der Konzerngeschichte wurde ein höherer Umsatz erzielt.  
Gute Zeiten für den international tätigen Lichtkonzern. Noch nie in der Konzerngeschichte wurde ein höherer Umsatz erzielt.  

Ein Rekordumsatz und eine bessere Profitabilität für den Dornbirner Lichtkonzern.

Dornbirn. (VN-reh) Viel hat sich bei der Zumtobel Group in den letzten Monaten getan: Die Werkskapazitäten wurden angepasst, die Vertriebsorganisationen von Zumtobel und Thorn zusammengelegt, die Einkaufsaktivitäten gebündelt – alles in allem Maßnahmen im Zuge der strategischen Neuausrichtung und des Restrukturierungsprozesses, die dem Konzern am Ende eine deutlich bessere Profitabilität bescherten. So wurde im Geschäftsjahr 2014/15 (1. Mai 2014 – 30. April 2015) ) nach vorläufigen Zahlen ein operatives Ergebnis (bereinigtes EBIT) von 66,5 Millionen Euro erzielt, ein Plus von fast 40 Prozent. Wegen der erwähnten Maßnahmen wurde es mit negativen Sondereffekten in Höhe von 25,4 Millionen Euro belastet.

Bester Umsatz der Geschichte

Ein Rekord wurde der Umsatz mit einer Höhe von 1,312 Milliarden Euro. Noch nie in der Geschichte des Lichtkonzerns wurde ein höherer erzielt. Erwartet wurde dieses Plus von über fünf Prozent dabei nicht unbedingt. Noch im März sprach man von einer Umsatzsteigerung von drei Prozent. Aber das vierte und letzte Quartal bildete dann doch noch den Nährboden für diesen Erfolg. Fast die Hälfte des Umsatzes wurde mit LED-Produkten erzielt. Eine deutliche Steigerung, denn im Vorjahr waren es erst 33,6 Prozent. Dabei wurden in beiden Segmenten – den Leuchten (Zumtobel/Thorn) und im Komponentengeschäft (Tridonic) – die Vorjahreszahlen bei Umsatz sowie Ergebnis deutlich übertroffen.

Auf dem richtigen Weg

Gesteigert wurde auch die Umsatzrendite (bereinigte EBIT-Marge). Sie liegt nun bei 5,1 Prozent und entspricht damit fast dem Ziel, das Zumtobel-CEO Schumacher vor einem Jahr vorgab: Eine Umsatzrendite zwischen fünf und sechs Prozent. Für Schumacher zeigen die Zahlen eines: Man sei mit der Neuausrichtung auf dem richtigen Weg.

Das vergangene Jahr bezeichnet der Manager als „ein wichtiges Jahr des Übergangs, in dem wir unsere Innovationskraft verstärkt, unseren Vertriebsansatz strukturell richtig aufgesetzt und die Kostenbasis unserer Produktion verbessert haben.“ Man könne im Markt bereits die positiven Effekte aus dem Mehrmarkenvertrieb sehen. Dennoch gibt es für Ulrich Schumacher noch weitere deutliche Potenziale, die Zumtobel Group zum international führenden Lichtkonzern zu machen. Dabei war Zumtobel vor zwei Jahren noch ein Industriebetrieb, der einmal Technologieführer war, aber von der LED-Technologie überrascht wurde. Künftig will man sich vielmehr als industrieller Dienstleister sehen.

Aktie im Plus

Auch an der Wiener Börse wurden die Geschäftszahlen positiv aufgenommen. Die Aktie des Lichtkonzerns stieg um 2,17 Prozent.

Zumtobel Group

Vorläufiges Ergebnis Geschäftsjahr 2014/15 *
» Gesamtumsatz: 1,312 Mrd. Euro (+ 5,3 %) – davon Umsatz Leuchten: 989,9 Mill. Euro (+ 5,5 %); Umsatz Komponenten: 393,8 Mill. Euro
(+ 2,4 %)

» LED-Anteil: 49,8 % (Vj 33,6 %)

» bereinigtes EBIT: 66,5 Mill. Euro (+ 39,7 %)

» bereinigte EBIT-Marge: 5,1 % (Vj 3,8 %)

* die endgültigen Zahlen werden
am 24. Juni 2015 veröffentlicht