Bei Gastina stehen die Zeichen auf Wachstum

Markt / 20.05.2015 • 20:39 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Gastina produziert in Frastanz Fertiggerichte, gefüllte Teigwaren-Gerichte und vorgefertigte Fleisch-Halbfabrikate.  
Gastina produziert in Frastanz Fertiggerichte, gefüllte Teigwaren-Gerichte und vorgefertigte Fleisch-Halbfabrikate.  

Fertiggerichtehersteller legt 2014 um mehr als ein Fünftel zu. Millioneninvestitionen geplant.

Frastanz. (VN) Der Fertiggerichtehersteller Gastina hat eine turbulente Vergangenheit hinter sich. Der Produktionsstandort in Frastanz hatte binnen weniger Jahre mehrere Eigentümer. Diese ständigen Veränderungen haben Spuren hinterlassen. Es gab Millionenverluste, Mitarbeiterabbau, Management-wechsel sowie Misstrauen von Lieferanten und Kunden. Seit dem Einstieg des Migros-Konzerns und einem umfangreichen Sanierungs- und Reorganisationsprozess ist mittlerweile aber Ruhe eingekehrt. Der Lebensmittelhersteller hat im Geschäftsjahr 2014 einen Umsatz von 26,5 Millionen Euro erzielt, ein Plus von 22 Prozent. „Wir haben 2013 den Turnaround geschafft und 2014 auf der Verkaufsseite schöne Erfolge erzielt“, freut sich Standort- und Unternehmensleiterin Karin Gröbnitz. Das Vertrauen von Kunden und Lieferanten sei jetzt gefestigt. Man habe die Vertriebsmannschaft deutlich verstärkt sowie eine Reihe neuer Sortimente eingeführt. Gastina entwickelt und produziert in Frastanz Fertiggerichte, gefüllte Teigwaren-Gerichte und vorgefertigte Fleisch-Halbfabrikate.

Die stärksten Zuwächse gab es 2014 in der Schweiz mit einem Plus von 30 Prozent, gefolgt von Deutschland und Österreich mit jeweils zwölf Prozent. „Gerade in Österreich sehen wir noch ein sehr starkes Wachstumspotenzial“, sagt Gröbnitz. Zu den Kunden von Gastina gehören Handelsketten. Sie verkaufen die Gastina-Produkte allerdings unter einem eigenen Label, also als Private Label oder Handelsmarke. Zudem ist Gastina exklusiver Lizenznehmer für 20 Weight-Watchers-Fertiggerichte.

Migros steht hinter Gastina

Die Ertragssituation für 2014 bezeichnete Gröbnitz als deutlich positiv und mittlerweile wieder zufriedenstellend. Detailzahlen nennt sie nicht. Bis das 2013 mit knapp zwölf Millionen Euro negative Eigenkapital allerdings wieder ins Positive drehe, dürften noch ein paar Jahre vergehen. „Aber es geht eindeutig in die richtige Richtung“, so Gröbnitz. Der Migros-Konzern anerkenne die Bemühungen des Managements vor Ort und sehe die Entwicklung ebenfalls positiv. Die Zuversicht in die Entwicklung des Unternehmens spiegle sich auch im Investitionsprogramm für die kommenden Jahre wider. Denn Gastina wird heuer rund vier Millionen Euro in eine neue Produktionsanlage für die Ausweitung des Frische-Produktsortiments investieren. Bis zum Jahr 2017 sollen insgesamt über zehn Millionen Euro in den Standort fließen.

Auch heuer Plus geplant

Für das Geschäftsjahr 2015 erwartet Gröbnitz ein erneutes Wachstum von zumindest zehn Prozent. Als einen
wichtigen Grund dafür bezeichnet die Gastina-Geschäftsleiterin die Währungssituation Franken/Euro. Denn als Produktionsstandort in einem Euro-Land könne
man jetzt noch günstiger als bisher an Kunden beziehungsweise an den Mutterkonzern in der Schweiz liefern.

Wir haben 2014 auf der Verkaufsseite schöne Erfolge erzielt.

Karin Gröbnitz