Beste Arbeitgeber „begeistern Mitarbeiter“

Markt / 20.05.2015 • 22:18 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Ausgezeichnete Arbeitgeber unter sich: (1. Reihe v. l.) Heinz Senger-Weiss, WK-Direktor-Stv. Christoph Jenny, Werner Böhler, Christoph Winder, Helmut Schöpf, Martin Ohneberg, stehend Doris Palz.   Foto: VN/Hartinger
Ausgezeichnete Arbeitgeber unter sich: (1. Reihe v. l.) Heinz Senger-Weiss, WK-Direktor-Stv. Christoph Jenny, Werner Böhler, Christoph Winder, Helmut Schöpf, Martin Ohneberg, stehend Doris Palz.  Foto: VN/Hartinger

„Great Place to Work“: Wenn Mitarbeiter begeistert sind, steigt auch die Leistung.

Lauterach. (VN-sca) Im Management muss man schon kritikfähig sein, wenn man sich entschließt, das Unternehmen von den eigenen Mitarbeitern beurteilen zu lassen. Genau das passiert beim jährlich stattfindenden Wettbewerb „Great Place to Work“. Acht Unternehmen aus Vorarlberg haben sich heuer dieser Beurteilung gestellt, vier wurden am Mittwoch als beste Arbeitgeber ausgezeichnet. Die Verleihung ging natürlich in einem der ausgezeichneten Betriebe über die Bühne, nämlich in der neuen Zentrale des Logistikkonzerns Gebrüder Weiss in Lauterach.

Österreichweit stellten sich 2015 64 Unternehmen dem Urteil von insgesamt 27.864 Mitarbeitern, die Möglichkeit zur Teilnahme wurde von 79 Prozent in Anspruch genommen, freute sich bei der Präsentation Doris Pfalz, Managing Director von Great Place to Work Österreich über die „sensationell hohe Rücklaufquote“. Und sie konnte insgesamt Positives berichten. 89 Prozent, also praktisch neun von zehn Mitarbeitern in den teilnehmenden Firmen, sind der Meinung, dass sie einen sehr guten Arbeitsplatz haben. Für 85 Prozent bedeutet ihre Arbeit mehr als nur einen Broterwerb, sie sind von ihrer Arbeit begeistert. Begeisterung könne man nicht verordnen, das passiere im Kopf der Mitarbeiter. Was die Führung eines Unternehmens aber tun müsse und kann, ist es, die Voraussetzungen für die Begeisterung zu schaffen.

Die Auszeichnung zeitigt ganz konkrete Vorteile: „Wert­orientierung ist der Schlüssel zum Erfolg für mehr Arbeitsplatzzufriedenheit und engagierte Mitarbeiter. Wertorientierte Unternehmen sichern sich auch in fordernden Zeiten durch interne Ausbildung und externes Recruiting die Mitarbeiter, die sie für ihren Erfolg brauchen“, betont Pfalz und übergab dann die vier Preise an Firmen, die dies im vergangenen Jahr (und wahrscheinlich schon länger) getan haben.

Die Dornbirner Sparkasse zeigt in der Lehrlingsausbildung großes Engagement. „Sehr viel Herz, Liebe und Engagement“ sei das Erfolgsrezept, sagt Lehrlingsbeauftragte Christine Hager-Wolmuth im Gespräch mit den VN. Außerdem durchlaufen die Lehrlinge bei der Sparkasse Dornbirn alle Abteilungen, „was in unserer Branche eine Ausnahme ist“, betont Direktor Werner Böhler. Neben der Lehrlingsarbeit hat die Sparkasse Dornbirn ihr Augenmerk auch auf die Einstellung älterer Arbeitnehmer gelegt, und habe damit eine sehr gute Mischung aus Alt und Jung.

Positive Wirkung

Hausherr Heinz Senger-Weiss hatte anfangs durchaus skeptisch auf die Great-Place-to Work-Umfrage reagiert, inzwischen sei er aber von der positiven Wirkung überzeugt: „Wir sind sehr gut unterwegs.“ Er nutzte das Podium, um einige Dinge gerade zu rücken: „Es wird viel zu oft von Human Ressources gesprochen und nicht von Menschen.“ Und es sei traurig, wenn immer die Kurse nach oben gehen, wenn eine Aktiengesellschaft den Abbau von Arbeitskräften verkündet. Er unterstrich damit exakt, was einen Great Place to Work auszeichnet.

Ausgezeichnet!

» Haberkorn GmbH, Österreichs größter technischer Händler setzt den Fokus auf die Ausbildung.

» Henn GmbH, „Recruiting wird zunehmend anspruchsvoller“ (CEO Martin Ohneberg).

» Gebrüder Weiss, „Great Place to work als nachthaltiges Entwicklungsinstrument in der Personalentwicklung“

» Sparkasse Dornbirn: „Viel Engagement in der Lehrlingsausbildung“