Bundestheater­ ­vor großer Strukturreform

Kultur / 20.05.2015 • 21:15 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Wien. Die nun in Begutachtung gehende Novelle zum Bundestheaterorganisationsgesetz ist für Kulturminister Josef Ostermayer „die größte Strukturreform der Bundestheater seit ihrer Ausgliederung“. Die Basisabgeltung wird ab 2016 um 14 Millionen auf 162,9 Millionen Euro erhöht. Es werden dreijährige „Leistungs- und Zielvereinbarungen“ geschaffen.

Die Holding soll zwar in ihrer Kontrollfunktion gestärkt werden, doch die Berufung der Geschäftsführer der Bühnengesellschaften erfolgt künftig vom Kulturministerium. Auch die Aufteilung der finanziellen Mittel hat sich der Kulturminister vorbehalten. In der Holding werden künftig vier Aufsichtsräte vom Kulturministerium und zwei von Finanzministerium gestellt, bei den Bühnen kommen zwei von der Holding, drei vom Kultur- und einer vom Finanzministerium.

Neuer Geschäftsführer

Ziel ist ein Ministerrats-Beschluss am 16. Juni, ein Beschluss im Nationalrat vor dem Sommer und ein Inkrafttreten Anfang September. Kurz danach soll die Ausschreibung des neuen Holding-Geschäftsführers erfolgen. Als „sehr gutes Ergebnis“ bezeichnete Bundestheater-Holding-Chef Günter Rhomberg den Entwurf.