Demonstration der Sportart Orientierungslauf

Sport / 20.05.2015 • 21:35 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Sportlehrerin Angelika Dorner und OL-Trainer Richard Werner mit den Mädchen der MS Hittisau. Foto: Thüringer
Sportlehrerin Angelika Dorner und OL-Trainer Richard Werner mit den Mädchen der MS Hittisau. Foto: Thüringer

2000 Aktive liefen im Raum Gapfohl und in Dornbirn um Weltranglistenpunkte.

Dornbirn, Laterns. (VN-HT) Die Orientierungslaufgruppe St. Gallen und der LC Kompass Innsbruck legten bei der Organisation des Events eine logistische Meisterleistung hin. Für über 2000 Läuferinnen und Läufer, der Großteil aus der Schweiz und rund 700 aus Österreich, wurden Laufbahnkarten hergestellt, für jeden Einzelnen die Startzeiten festgelegt, Ergebnislisten in rund 50 Klassen auf 83 Seiten in kürzester Zeit herausgegeben.

Die Darbietung der Sportart für Geist und Körper wurde an zwei Trainingstagen in Göfis und Feldkirch und bei Wettbewerben in Laterns und Dornbirn zu eindrucksvoller Werbung für diese Disziplin. Sicher geht es vordergründig um schnellste Zeiten, die vom Aktiven aber nur zu erreichen sind, wenn er Kartenhandling, Geländestudium, Intuition und Ausdauer in sich vereint. Profi- und Hobbyläufer treten Seite an Seite an, die einen um Punkte in der Weltrangliste und um den Titel, die anderen um die Ehre und den persönlichen Spaß an der Sache.

Sprint und Mitteldistanz

Die Mitteldistanz in Gapfohl betrug für die Herren 5,6 Kilometer, 160 Höhenmeter – wobei nur die Anstiege zählen – und 19 Posten. Als Posten wird ein Kontrollpunkt bezeichnet, in den der Läufer einen Chip steckt, der das regelkonforme Passieren aufzeichnet. Die Spitzenplätze besetzten die Schweizer, mit dem siebten Platz unter 87 Gewerteten wurde Gernot Kerschbaumer aus Pinkafeld Staatsmeister in der Mitteldistanz.

In der Sprintdistanz wurde Kerschbaumer ebenfalls Siebter unter 68 und erlief sich als bester Österreicher auch hier den Titel. Der einzige aussichtsreiche Eliteläufer aus Vorarlberg, Philipp Haider, trat verletzungsbedingt nicht an. Bei den Damen holte auf der Mittel- und Sprintdistanz die Grazerin Laura Ramstein den Staatsmeistertitel. Ihre Strecke war nicht wesentlich kürzer.

Die acht Mädchen der Mittelschule Hittisau traten in der Sprintdistanz an. „Für sie gilt es, Erfahrungen zu sammeln“, begründet OL-Sektionsobmann Richard Werner vom Schulsportverein Dornbirn-Schoren. „Ein Anfänger verwendet 90 Prozent der Zeit für die gedankliche Arbeit an Karte und Gelände, der Könner nur zwei Prozent.“ Daher war es nicht verwunderlich, dass sie nahezu doppelt so lange brauchten wie die Schweizer, bei denen die Sportart einen hohen Stellenwert genießt. Diesen strebt Werner auch im Ländle an. „Dazu muss ich aber noch viel Werbung machen“, weiß er und überlegt, ein regelmäßiges Training pro Woche einzuführen.